Markt für Sensorik Deutliche Umsatzsteigerung bei Sensirion

Sensirion bleibt von der fallenden Automobilkonjunktur unbeeindruckt. Nach einem starken Geschäftsjahr 2018 erwartet die Geschäftsführung für 2019 einen leicht steigenden Umsatz.
Sensirion bleibt von der fallenden Automobilkonjunktur unbeeindruckt. Nach einem starken Geschäftsjahr 2018 erwartet die Geschäftsführung für 2019 einen leicht steigenden Umsatz.

Im ersten Jahr an der Börse hat der Schweizer Sensorikhersteller rund 154 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Wachstum geht in erster Linie auf den Automobilmarkt zurück. Trotz Konjunkturabschwächung soll 2019 ein ähnlich gutes Ergebnis folgen.

Der Umsatz lag mit rund 154 Millionen Euro 18 Prozent über dem Vorjahr. Ein Großteil der Steigerung, namentlich elf Prozent, führt Sensirion auf organisches Wachstum zurück. Das gilt vor allem für den Markt für Medizintechnik.

Durch Ausbau von bestehenden Kundenprojekten mit Differenzdrucksensoren in Schlafapnoetherapiegeräten und Massenflussmetern in Beatmungsgeräten wuchs der Umsatz um 15 Prozent auf rund 34 Millionen Euro. Weiteres Wachstum entstand in den diversifizierten Industriemärkten, u.a. Gaszähler, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik sowie Industrieautomatisierung.

Kohlendioxid- und Feinstaubsensoren als Wachstumstreiber

Im Industriemarkt erzielte das Unternehmen mit einem neuen CO2-Sensor positive Marktresonanz. Die anhaltende Diskussion um Feinstaub beeinflusst auch die Geschäftsentscheidungen von Sensorikherstellern. 2018 wurde ein Feinstaubsensor für Partikelgrößen von 2,5 Mikrometern (PM2.5) für die Automobilindustrie vorgestellt und nun auf einer neuen Fertigungslinie in Shanghai produziert.

Gerade der Automobilmarkt entwickelte sich zum Umsatztreiber. Hier erwirtschafteten die Schweizer rund 11,4 Millionen Euro mehr als noch im Vorjahr – eine Steigerung von satten 31 Prozent, die allerdings zu etwa zwei Dritteln auf Zukäufe zurückgehen.