Konzentration auf IP-Geschäft Nvidia will angeblich Arm kaufen

Arm-CEO Simon Segars (rechts) mit Softbank-Chef Masayoshi Son.
Arm-CEO Simon Segars (rechts) mit Softbank-Chef Masayoshi Son.

Arm plant, zwei seiner Internet of Things (IoT)-Geschäftsbereiche an seinen Eigentümer Softbank zu übertragen. Wenn der Verwaltungsrat dem Transfer zustimmt, würde Softbank diese Bereiche dann direkt steuern. Derweil soll der Chiphersteller Nvidia Interesse an einem Kauf von Arm signalisiert haben.

Das japanische Unternehmen der Investor-Legende Masayoshi Son kaufte den Chip-Designer Arm 2016 für 24,3 Milliarden Pfund. Arm erklärte, das Ziel dieses Schrittes sei es, den Fokus auf das Kerngeschäft des geistigen Eigentums (IP) an Halbleitern zu verengen, was wiederum Wachstum und Rentabilität verbessern sollte.

"Die Erfahrung von Softbank im Management schnell wachsender Unternehmen in der Frühphase würde es der IoT Services Group ermöglichen, ihren Wert bei der Nutzung der Datenmöglichkeiten zu maximieren", sagte Simon Segars, CEO von ARM. "Arm wäre in einer stärkeren Position, um in unserer IP-Roadmap innovativ zu sein und unseren Partnern mehr Unterstützung zu bieten, um die wachsenden Möglichkeiten für Computerlösungen in einer Reihe von Märkten zu nutzen.”

Arm rechnet damit, den Schritt bis Ende September abzuschließen. Und obwohl es die beiden ausscheidenden Geschäftsbereiche nicht direkt steuern wird, plant das Unternehmen dennoch, mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Auf der hauseigenen Konferenz WWDC 2020 legte Apple einen Plan zur Abkehr von Intels x86-Architektur vor. Das Unternehmen plant, seine Mac-Computer auf seine eigenen kundenspezifischen Chips umzustellen, die auf der Arm-Architektur basieren. Es ist somit leicht nachvollziehbar, dass der Chip-Designer derzeit alle Ressourcen benötigt, um an der Prozessor-Front erfolgreich zu sein.