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Startup Night 2020

12. November 2020, 14:16 Uhr   |  Autor: Grunert da Fonseca Carlos Filipe | Redaktion: Selina Doulah

Startup Night 2020
© Infineon

Helmut Gassel, Chief Marketing Officer und Lamin Ben-Hamdane, Head of Startup Cooperation

Große Unternehmen können von Start-ups profitieren und umgekehrt: Sechs kurze Pitches der diesjährigen Start-up-Night von Infineon zeigen, wie Kooperationen funktionieren. Die Zuschauer:innen konnten den besten Pitch wählen. Wer hat gewonnen?

Im ständigen Streben nach Innovation arbeitet Infineon mit Start-ups auf der ganzen Welt zusammen. So ist Infineon frühzeitig an potenziellen Anwendungen dran. Wie Start-ups und Infineon voneinander profitieren können, zeigte die »Startup-Night«, die am 20. Oktober 2020 virtuell stattgefunden hat. Lamin Ben-Hamdane, Head of Start-up Cooperation, sprach zu Beginn der diesjährigen Veranstaltung mit Infineon CMO Helmut Gassel und Sumeet Kumar, CEO von Innatera Nanosystems, über die Zusammenarbeit von Start-ups und großen Unternehmen. Danach stellten sich sechs Start-ups in Kurzvorträgen vor und gaben den Zuschauer:innen einen spannenden Einblick ins Start-up-Ökosystem.

Bevor die Start-ups die virtuelle Bühne betraten, begrüßte Lamin Ben-Hamdane die Zuschauer:innen: »Wir wollen Innovation bei Infineon beschleunigen, indem wir das wachsende Innovationspotenzial des Start-up-Ökosystems nutzen und mit den besten Start-ups weltweit zusammenarbeiten. Wir bringen die für uns relevantesten Start-ups mit den richtigen Stakeholdern bei Infineon zusammen, um Win-Win-Situationen für beide Seiten zu schaffen«, sagte Lamin Ben-Hamdane.

Eines dieser Startups ist Innatera Nanosystems​, das bei der letztjährigen Startup Night am Campeon den Preis »Bester Pitch« gewann. Innatera-CEO Sumeet Kumar schloss sich dem Gespräch zwischen Dr. Helmut Gassel und Lamin Ben-Hamdane an und erläuterte kurz, wie sein Unternehmen versucht,  Funktionsweisen des menschlichen Gehirns auf einem Mikroprozessor der nächsten Generation nachzuahmen, um Muster und sensorische Daten zu erkennen. »Wir packen die Prozesse in einen Chip, so dass er mit den Daten, die von den Sensoren kommen, etwas anfangen kann«, sagte Sumeet Kumar. Die Arbeit mit Infineon-Sensoren ermöglicht Innatera, neue Wege zu beschreiten –​ eine fruchtbare Zusammenarbeit, die letztlich zu Produkten mit mehr Wert für die Kunden führen wird.​​​

Helmut Gassel ging auf die Vorteile ein, die eine Zusammenarbeit mit Start-ups mit sich bringt:​

»Als großes Unternehmen geht Infineon Herausforderungen sehr strukturiert an - wir haben eine längerfristige Perspektive. Bei Start-ups hingegen geht es vor allem um Geschwindigkeit. Es geht darum, schnell am Markt erfolgreich zu sein und Kunden anzuziehen indem man ihnen einen Mehrwert bietet. Wenn es etwas Neues zu erforschen gibt, ist der schnelle Ansatz der bessere. In der Zusammenarbeit mit Start-ups können wir so vorgehen und so einen Lösungsraum schaffen, den wir sonst nicht hätten. Das ist ein klarer Vorteil für Infineon«, sagt Dr. Helmut Gassel, Chief Marketing Officer bei Infineon

Nach diesem Gespräch hatten sechs Start-ups die Chance, sich kurz vorzustellen und den Preis »Bester Pitch« zu gewinnen. Die Zuschauer:innen konnten später über die Web App »Pigeonhole« für ihren Lieblings-Vortrag stimmen.

Breeze Technologies

Robert Heinecke von Breeze Technologies
© Screenshot privat

Robert Heinecke von Breeze Technologies

Hicham Riffi von PSS begrüßte den CEO von Breeze Technologies auf der virtuellen Bühne, ein selbsternannter Branchenführer für Luftqualitätssensoren, Daten und Analysen. Robert Heinecke, CEO von Breeze, betonte die Notwendigkeit für Städte, sich von den alten Technologien zum Tracking​​ der Luftverschmutzung zu lösen, die aus den 1960er und 1970er Jahren stammen. »Wir haben die Komplexität von traditionellen Luftqualitätssensoren auf der Hardware-Ebene in die Cloud verlagert, wodurch wir die Sensoren 1.000 Mal billiger und 50.000 Mal kleiner machen konnten«, sagte Robert Heinecke.

EcoG

Manuel Heckmann von EcoG
© Screenshot privat

Manuel Heckmann von EcoG

Als nächstes  dran war ​​​EcoG​ –​ die IoT-Monetarisierungsplattform für das Laden von Elektrofahrzeugen. Josef März von IPC begrüßte EcoG COO Manuel Heckmann, der das Unternehmen vorstellte: Es zielt darauf ab, das Problem der Elektromobilität zu lösen, das darin besteht, dass es eine stark fragmentierte Infrastruktur, isolierte Geräte und kein gültiges Geschäftsmodell gibt. »Wir bringen APIs auf ein Ladegerät, indem wir ein horizontales Betriebssystem mit einer offenen API zur Verfügung stellen«, sagte Manuel Heckmann.

Block42

Lukas Götz von Block42
© Screenshot

Lukas Götz von Block42

Walter Pachler von CSS stellte Lukas Götz, CEO des Blockchain-Unternehmens Block42​, vor. Der präsentierte das Start-up, das Blockchain-Hardware von Infineon für die Integration in verschiedenen Anwendungsfällen einsetzt. »Zusammen mit dem österreichischen Gin-Hersteller STIN sichern wir uns 999 Flaschen einer limitierten Auflage des Getränks«, sagte Lukas Götz bei der Vorstellung des ersten Anwendungsfalls. Durch die Platzierung der »SECORATM«-Sicherheitslösungen unter dem Etikett wird die Flasche auf einer öffentlichen Blockchain​ registriert und ihre Seltenheit kann vom Kunden mit einem einfachen Scan verifiziert werden.

Blixt

Jens Peter Schroer von Blixt
© Screenshot privat

Jens Peter Schroer von Blixt

Giovanni Mattiussi von PSS begrüßte Jens Peter Schroer, CTO von Blixt​. »Da sich die elektrische Landschaft verändert, brauchen wir neue Technologien, um mit der Zunahme flüchtiger verteilter Energiequellen und unvorhersehbaren Verbrauchsmustern umgehen zu können«, sagte Jens Peter Schroer. Blixt entwickelte den Blixt Breaker, einen Leistungsschalter, der den Strom 1.000 Mal schneller als jeder andere vorhandene Schalter abschalten kann.

Oculii

Steven Hong von Oculii
© Screenshot privat

Steven Hong von Oculii

Als nächstes kam das Softwareunternehmen Oculii​ auf die virtuelle Bühne. Nelson Quintana vom Silicon Valley Innovation Center begrüßte CEO Steven Hong, der dann das Start-up präsentierte. Das Unternehmen entwickelt eine Technologie, die die Leistung der traditionellen radarbasierten Abtastun​g ohne zusätzliche Hardware um das bis zu 100-fache steigern soll. »Wir entwickeln Plattformen für Bildradargeräte mit höherer Auflösung, um die nächste Generation autonomer Anwendungen zu ermöglichen«, sagte Steven Hong.

Motusi

Marc Alexander von Motusi
© Screenshot privat

Marc Alexander von Motusi

Richard Sweet vom Silicon Valley Innovation Center begrüßte Marc Alexander, CEO des digitalen Gesundheitsunternehmens Motusi​. Er präsentierte das Unternehmen, das ein intelligentes Wearable mit einem KI-gesteuerten On-Body-Computer zur Verfügung stellt, das Einzelpersonen Zugang zu einer 360°-In-App-Ansicht ihrer Bewegung bietet und sie so Übungen besser ausführen lässt. »Unsere Mission ist es, die Physik mit der Datenwissenschaft zu verschmelzen, um die menschliche Leistungsfähigkeit zu verbessern und die Pflege zu personalisieren«, sagte Marc Alexander.

And the Winner is...

Nach einer kurzen Abstimmung öffnete Helmut Gassel einen Umschlag und verkündete Breeze Technologies als Publikumsgewinner des Abends. Mit dem Infineon CO2-Sensor arbeitet das Unternehmen selbst an Sensorlösungen zum Monitoring der Luftqualität beispielsweise in Räumen. Anschließend konnten Zuschauer:innen die Start-ups in Webex-Breakout-Sessions treffen, was ihnen die einzigartige Gelegenheit bot, sich aktiv mit jedem Start-up zu beschäftigen und Fragen zu stellen.

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