Grundlagen für die Serienfertigung Continental und TU Chemnitz weihen Brennstoffzellenlabor ein

Herz des neuen Brennstoffzellenlabors ist ein Hochleistungsprüfstand zum dauerhaften Test von Antriebsleistungen bis zu 150 kW.
Herz des neuen Brennstoffzellenlabors ist ein Hochleistungsprüfstand zum dauerhaften Test von Antriebsleistungen bis zu 150 kW.

Continental baut den Bereich Brennstoffzellentechnologie aus. Im Rahmen einer strategischen Kooperation mit der Technischen Universität Chemnitz wurde am 17. Juli das neu eingerichtete Labor für Brennstoffzellentechnologie eingeweiht.

Elektroantriebe mit Brennstoffzelle werden als wichtige Option vor allem für größere Fahrzeuge und Nutzfahrzeuge mit hoher Reichweite erwartet. Daher hat Continental Division Powertrain zusammen mit der Technischen Universität Chemnitz,  Professur für Alternative Fahrzeugantriebe, einen neuen Hochleistungsprüfstand zum dauerhaften Test von Antriebsleistungen bis zu 150 kW zur Brennstoffzellen-Forschung an der Universtität eingeweiht. Zukünftig besteht die Option, den Prüfstand bis auf 300 kW umzurüsten.

Um die Leistungsfähigkeit der Brennstoffzelle unter verschiedenen Bedingungen zu testen, ist der neue Prüfstand in der Lage, wechselnde Umweltbedingungen und Auslastungen zu simulieren, was für die Einschätzung der Leistungsfähigkeit einer Wasserstoffbrennstoffzelle essentiell ist. Die Tests erfolgen bei verschiedenen Temperaturen, Druckverhältnissen und Luftfeuchtigkeiten sowie mit Simulation verschiedener Belastungen, wie Fahrten im Gebirge oder mit zusätzlichem Gewicht.  Damit werden an der TU Chemnitz die Grundlagen für die Entwicklung von Brennstoffzellen und Brennstoffzellensystemen der nächsten Generation gelegt.

Erste Messaufgaben im Rahmen von Forschungsprojekten rund um verschiedene Werkstoffe für Brennstoffzellen laufen bereits und schaffen Grundlagen für die Serienfertigung effizienter und wirtschaftlicher Bauteile und Komponenten.

Neue Bipolarplatten entwickeln

Brennstoffzellenantriebe haben heute noch mit dem Thema Kosten zu kämpfen. Deshalb widmet sich eines der ersten beiden Continental-Projekte im Brennstoffzellenlabor der Entwicklung neuer Bipolarplatten. Diese metallischen Platten sind ein zentraler Teil des Brennstoffzellen-Stacks. Sie verteilen die Gase und leiten den bei ihrer Reaktion entstehenden Strom ab.

Der Zulieferer und die Universität bieten auch Drittparteien die Möglichkeit, das neue Labor zu nutzen.