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Rohstoffmangel behindert Erholung

ebm-papst peilt wieder Wachstum an

Thomas Wagner, ebm-papst
Thomas Wagner übernimmt ab 1. Juli 2021 den Vorsitz der Geschäftsfürrhung von ebm-papst.
© Philipp Reinhard

Der Automobilzulieferer ebm-papst steckt so viel Geld wie noch nie in den Ausbau seiner Geschäfte, um den Wachstumskurs der Vor-Corona-Jahre wieder zu erreichen. Doch Materialknappheit und gestiegene Rohstoffpreise erschweren die Bedienung der wieder gestiegenen Nachfrage.

Man lebe momentan »von der Hand in den Mund«, sagte der künftige Vorsitzende der Geschäftsführung, Thomas Wagner, am Mittwoch. Er übernimmt das Ruder im Juli von Stefan Brandl, der seit 2017 an der Spitze der Unternehmensgruppe stand.

ebm-papst produziert mit weltweit gut 15 000 Mitarbeitern Ventilatoren und Motoren für Klima- und Lüftungsanlagen, aber zum Beispiel auch für die Hausgeräte- oder die Autoindustrie.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das im April 2020 nahezu gleichzeitig mit der Corona-Krise begann und im März 2021 endete, verbuchte die Gruppe einen Umsatzrückgang von 2,5 Prozent auf 2,13 Milliarden Euro. Gemessen daran, dass der Umsatz anfangs um fast 30 Prozent abgestürzt war, müsse man damit zufrieden sein, betonte Wagner. Seit dem Herbst hätten die Geschäfte wieder spürbar angezogen.

Angaben zum Gewinn macht ebm-papst generell nicht. Das Ergebnis liegt laut Finanzchef Hans Peter Fuchs aber trotz aller Corona-Folgen sogar über dem des Vorjahres. Fuchs sprach von einer »erzwungenen Fixkostendiät«, die stark dazu beigetragen habe.

Mit geplanten 2,18 Milliarden Euro Umsatz wollen Wagner und Fuchs nun im laufenden Geschäftsjahr in etwa auf Vorkrisenniveau zurückkommen. »Wir wollen aber nicht nur im nächsten Jahr wachsen, wir wollen auch in den Folgejahren wachsen«, betonte Wagner. Bis 2026 sollen es 2,6 Milliarden Euro sein. Der Plan ist Teil der Strategie »Move26«, die vor allem eine stärkere Fokussierung auf die Kerngeschäfte vorsieht.

Um die notwendigen Kapazitäten zu schaffen, investiert ebm-papst allein in diesem Geschäftsjahr knapp 183 Millionen Euro, so viel wie noch nie. Das Geld fließt unter anderem in ein neues Werk in Johnson City im US-Bundesstaat Tennessee und in den Ausbau des Werks im chinesischen Xian. Investiert wird zudem in den Hauptsitz in Mulfingen.


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