Fertigungsstopp bei Leoni in der Ukraine

»Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Ausfälle auszugleichen«

3. März 2022, 10:00 Uhr | dpa/cp
Leoni
Eine Taskforce bei Leoni arbeitet fast rund um die Uhr und prüft alle Optionen, um die Produktionsausfälle der Werke in der Ukraine auszugleichen.
© Leoni

In der Ukraine unterhält Leoni zwei Produktionsstätten mit insgesamt ca. 7000 Mitarbeitern. Der Kabelhersteller arbeitet mit Hochdruck daran, die Ausfälle auszugleichen, und prüft alle Optionen.

Der Autozulieferer Leoni versucht, den durch die Schließung zweier ukrainischer Werke bedingten Produktionsausfall auszugleichen. „Wir arbeiten – in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Lieferanten – mit Hochdruck daran, die Folgen der momentanen Produktionsunterbrechungen in unseren beiden Werken in Stryi und Kolomyja, ausgelöst durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, für alle Beteiligten bestmöglich zu beherrschen“, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Nürnberg mit. In den beiden derzeit stillstehenden Werken sind normalerweise 7000 Mitarbeiter im Einsatz.

Eine mehrmals verstärkte Taskforce kümmere sich bei Leoni nahezu rund um die Uhr darum, die dynamische Entwicklung vor Ort ständig neu zu analysieren und zu bewerten. „Wir prüfen aktuell alle Optionen, die Produktionsausfälle aufzufangen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Derzeit beliefere Leoni seine Kunden aus Werken in Marokko, Tunesien, Serbien und Rumänien.

Die Produktionsausfälle in der Ukraine bei Leoni und mehreren anderen Zulieferern haben Folgen für die Verfügbarkeit von Teilen insbesondere in der europäischen Autoindustrie. Unter Berufung der ukrainischen Wirtschaftsfördergesellschaft Ukraineinvest seien in der Ukraine 22 ausländische Unternehmen ansässig, die in 38 Fabriken Teile für die Automobilindustrie fertigten. Darunter befänden sich neben Leoni auch weitere Hersteller von Bordnetzsystemen.


Verwandte Artikel

Leoni AG, dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH