Daten und Power über den M12

SPE Industrial Partner Network treibt neuen SPE-Standard voran

30. Juni 2022, 6:46 Uhr | Corinna Puhlmann-Hespen
M12-SPE-Schnittstelle nach IEC 63171-7:
M12-SPE-Schnittstelle nach IEC 63171-7: SPE- und Powerkontakte für eine hybride Übertragung.
© SPE Industrial Partner Network

Das SPE Industrial Partner Network forciert die Standardisierung einer hybriden M12-Single-Pair-Ethernet-Schnittstelle, die neben Daten- auch Power-Kontakte integriert. Die angestrebte IEC 63171-7 sei die logische Weiterentwicklung der Norm „-6“, die bereits einen hybriden M8-Stecker beschreibt.

Viele Industriekunden verfolgen die Strategie »ein Gerät - eine Schnittstelle« für miniaturisierte zukünftige Gerätegenerationen. Bei Single Pair Ethernet gibt es bereits eine standardisierte Schnittstelle, über die eine gemeinsame Übertragung von Daten und Power möglich ist. Dazu hat das SPE Industrial Partner Network einen M8-Steckverbinder auf den Weg gebracht, der über ein Kontaktpaar und zwei zusätzlichen Power-Kontakten bis zu 60 V/8 A übertragen kann. Die Standadisierung eines hybriden M12-SPE-Steckverbinders für noch mehr Leistung ist nun die Fortsetzung.

  • Ausreichend Power für DC-Servoantriebe und mehr: Über den SPE-M12-Hybrid-Steckverbinder eröffnen sich neue Einsatzmöglichkeiten. So lassen sich über das Kabel für die Ethernet-Kommunikation auch DC-Servoantriebe oder kleine Drei-Phasen-Motoren versorgen. Noch größere Vorteile kann man erzielen, wenn man die Einkabellösung zur Verkettung von dezentral versorgten Servomotoren und Lineareinheiten verwendet und dabei das Potenzial zur Rationalisierung weiter ausschöpft: Anstatt jeden einzelnen Motor separat und aufwändig aus dem Schaltschrank heraus zu verkabeln, lassen sich dann über das hybride SPE die Verbraucher miteinander verketten.

Das SPE Industrial Partner Network forciert die Standardisierung dieser hybriden SPE-M12-Schnittstelle mit verschiedenen Optionen für SPE-Datenkontakte sowie Powerversorgungskontakte.

Stimmen aus dem SPE Industrial Partner Network

Vorstandsmitglied Eric Leijtens von TE Connectivity sieht den neuen Standard für die hybride SPE-Anschlusstechnik in der Größe M12 als einen »absolut notwendigen Entwicklungsschritt für den Markt«. 

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Eric Leijtens, TE Connectivity
Eric Leijtens, TE Connectivity
© TE Connectivity

Und Leijtens weiter: »Wir freuen uns, dass wir diesen Schritt in einem großartigen Netzwerk mit starken Partnern machen können. Hybride SPE-Anschlüsse werden die Akzeptanz von SPE in industriellen Anwendungen klar beschleunigen, indem sie die einfache und kosteneffiziente Vernetzung von Geräten bis zum sogenannten Network Edge für datengesteuerte Entscheidungen in Echtzeit ermöglichen.«

Vorstandskollege Wolfgang Dötsch, Murrelektronik, fügt ergänzend hinzu: »Sieben verschiedene Kodierungen von Daten- und Leistungskontakten bieten dem Anwender immer die richtige Lösung. Kombiniert in einem industriellen Standardgehäuse wie M12 definiert die neue IEC 63171-7 Norm eine universelle Single-Interface-Lösung für zukünftige IIoT-Geräte. Wir haben die Bedürfnisse des Marktes gehört – und mit einer genormten Schnittstelle eine passende Lösung geschaffen.«

Matthias Eick von Helukabel, ebenfalls Vorstandsmitglied, ergänzt: »Mit den hybriden Schnittstellen und ihren Standards für M8 und M12 haben unsere Netzwerkmitglieder ein wichtiges Puzzlestück der Infrastruktur für neue Ethernet-Strukturen und Geschäftsmodelle aufgebaut. Die gleichzeitige Bereitstellung von Daten und Strom eröffnet neue Möglichkeiten für kleine IIoT-Geräte und die Nutzung von Daten direkt vom Sensor.«


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