Touchdisplays sind wegen ihrer Flexibilität und User-Interface-Möglichkeiten wichtig, aber elektromechanische Bedienelemente bleiben unentbehrlich für Sicherheit, Haptik und intuitive Bedienung. Beide Welten zu kombinieren, wird folglich zum Standard. Und KI steht in den Startlöchern.
Die Trends der vergangenen Jahre setzen sich fort: Maschinen werden kompakter, und damit reduziert sich der verfügbare Bauraum für Bedienelemente deutlich. Hersteller wie Schlegel entwickeln daher Taster und Schalter mit minimaler Einbautiefe und geringem Platzbedarf, ohne dabei Funktionalität oder Robustheit zu beeinträchtigen. Mit der zunehmenden Nachfrage nach schlüsselfertigen, vormontierten Bedienpanels verstärkt sich außerdem der Trend zur Komplettlösung aus einer Hand. Kunden profitieren damit von geringerer Komplexität und höherer Zuverlässigkeit.
Parallel dazu steigt der Bedarf an einfacher und fehlersicherer Verdrahtung. Die Integration des M12-Anschlusses direkt im Befehlsgerät – wie bei Schlegels »Shortron-Connect«-Serie -- bietet dabei entscheidende Vorteile, denn M12-Steckverbinder verhindern Vertauschen oder Fehlpolung und ermöglichen eine schnelle, sichere und montagefreundliche Installation.
Im Maschinenbau zeigt sich das hybride Bedienen als dominanter Trend: Die Kombination aus Touchdisplay und elektromechanischen Bedienelementen verbindet die Vorteile beider Welten. Touchscreens ermöglichen vielseitige Menüführungen, dynamische Oberflächen und flexible Anpassungen. Mechanische Bedienelemente hingegen bieten unentbehrliche Haptik, klare Funktionszuordnung und Sicherheit in der Bedienung. Besonders in Situationen, in denen eine Maschine schnell oder sogar blind bedient werden muss, bleibt die haptische Rückmeldung essenziell. Bediener können Funktionen auslösen, ohne den visuell geführten Kontakt zu einem Display zu benötigen – ein Vorteil, der sich besonders in der Industrie auszahlt. Hinzu kommt, dass Sicherheitsfunktionen wie der Not-Halt zwingend physische Bedienelemente erfordern, weil hier eindeutige, tastbare Auslösung und Rückmeldung entscheidend sind. Auch bei präzisen Bewegungen wie Drehen oder Feinjustieren bleibt die Mechanik überlegen, weshalb Drehknöpfe oder Joysticks häufig das Touchinterface ergänzen.
Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass die Platzierung mechanischer Elemente direkt auf dem Display technisch zwar möglich ist, jedoch eine erhöhte Gefahr ungewollter Touchauslösungen mit sich bringt, was eine klare Trennung zwischen Touchbereich und haptischen Elementen sinnvoll macht. Dieses Zusammenspiel aus visueller Flexibilität und haptischer Sicherheit definiert das hybride Bedienen und wird für die zukünftige Maschineninteraktion maßgebend sein.
Der Trend zu smarten Befehlsgeräten zeigt sich deutlich in der zunehmenden Verschmelzung von mechanischer Bedienung und digitaler Informationsdarstellung. Die industrielle Maschinenbedienung entwickelt sich weg von statischen Tastern hin zu dynamischen, vernetzten Lösungen, die flexibel auf Situationen reagieren können. Der »Flexitast« steht beispielhaft für diese Entwicklung: Als Taste mit integriertem Display verbindet er klare haptische Rückmeldung mit der Möglichkeit, Inhalte situativ anzupassen – etwa Symbole, Warnhinweise oder farbliche Signale. Damit verkörpert er den Trend, Bedienoberflächen intelligenter, kontextsensitiver und digital ansteuerbar zu gestalten, ohne auf die Vorteile klassischer sicherheitsrelevanter Mechanik zu verzichten. Smarte Befehlsgeräte wie der Flexitast zeigen, wie Digitalisierung die Bedienlogik erweitert und moderne HMI‑Konzepte zunehmend durch adaptive, vernetzte und dennoch haptisch verlässliche Elemente geprägt werden.
Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Treiber der industriellen Maschinenbedienung und verändert sowohl Prozesse als auch die Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Aus einer ursprünglich spezialisierten Technologie wird eine massentaugliche Basistechnik, die in immer mehr Produktionsumgebungen eingesetzt wird. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten, die Bedienung effizienter, sicherer und flexibler zu gestalten. KI unterstützt heutzutage verstärkt die tägliche Maschineninteraktion, besonders durch intelligente Assistenzfunktionen, die Bediener in Echtzeit mit Anleitungen, Hinweisen oder Diagnosen versorgen und damit Sicherheit und Prozessqualität erhöhen. Hinzu kommt ihr Beitrag zur vorausschauenden Wartung: Durch die Analyse großer Datenmengen erkennt KI drohende Ausfälle frühzeitig, verringert Stillstandszeiten und steigert die Verfügbarkeit der Anlagen.
Nachhaltigkeit bleibt ein prägender Rahmenfaktor für die Entwicklung neuer Bedienelemente. Hersteller wie Schlegel betonen ihre Verantwortung gegenüber Umwelt und Kunden und setzen auf langlebige Produkte, ressourceneffiziente Fertigung und Materialien, die sowohl ökologischen als auch qualitativen Ansprüchen gerecht werden. Neben der Verfügbarkeit über viele Jahre hinweg ist die dauerhafte Zuverlässigkeit ein zentrales Kriterium, das besonders in der Industrie essenziell bleibt.
Die Bedienung von Maschinen entwickelt sich weg von der Entweder-oder-Debatte zwischen Touch und Mechanik. Die Trends zeigen klar:
• Touchdisplays bleiben wegen ihrer Flexibilität und User-Interface-Möglichkeiten wichtig.
• Elektromechanische Bedienelemente bleiben unentbehrlich für Sicherheit, Haptik und intuitive Bedienung.
• Die Kombination beider Welten wird zum Standard – ergonomisch, sicher, effizient.
Die kommende Dekade wird geprägt sein von KI-gestützten kompakten, intelligenten, hybriden Bedienlösungen, die Benutzerfreundlichkeit, Sicherheitsanforderungen und Digitalisierung optimal vereinen.