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Elektromechanische Bedienelemente

Auch im Multitouch-Zeitalter nicht wegzudenken 

14. März 2018, 16:12 Uhr   |  Andreas Knoll

Auch im Multitouch-Zeitalter nicht wegzudenken 
© Knitter-Switch

Hanspeter Külb, Knitter-Switch: »Bedienelemente mit kapazitiver Bedienung liegen derzeit im Trend – dies gilt sowohl für Tastaturen als auch für Einzeltasten.«

Auch im Zeitalter von Multitouch und Blickgesten-Erkennung sind die klassischen elektromechanischen Bedienelemente wie Schalter, Taster, Folientastaturen und Silikonschaltmatten keineswegs passé. Im Gegenteil: Sie werden nach wie vor weiterentwickelt, sodass sich technische Trends erkennen lassen. 

Bei Tastern und Schaltern geht der Trend zu kleineren Einbautiefen bei zugleich starker taktiler Rückmeldung«, erläutert Markus Zemke, stellvertretender Vertriebsleiter von N&H Technology. »Auch die Individualisierbarkeit von Standard-Bedienelementen wie etwa Drucktastern spielt eine große Rolle. So möchte der Kunde gerne die Vorteile einer kostengünstigeren Standardlösung mit flexibler Konfigurierbarkeit verbinden, etwa bezüglich Mehrfach-LED, Labelling und verschiedenen Anschlussmöglichkeiten.« 

Hanspeter Külb, CEO von Knitter-Switch, sieht Bedienelemente mit kapazitiver Bedienung derzeit im Trend: »Dies gilt sowohl für Tastaturen als auch für Einzeltasten«, führt er aus. »Knitter-Switch bietet hier ein umfangreiches Programm, wobei die Tastaturen kundenspezifisch sind.«

Zunehmend gefragt sind auch besonders robuste Bedienelemente: »Vandalen-sichere Applikationen, Outdoor-Anwendungen sowie sicherheitsrelevante Anwendungen wie Zutrittssysteme verlangen nach bis zu IP69-geschützten Bedienelementen«, verdeutlicht Hanspeter Külb. »Neben dem wachsenden Markt von Stahltastaturen haben wir auch Metallschalter sowie preisgünstigere Alternativen aus Polycarbonat im Angebot.«

Perdu sind elektromechanische Bedienelemente also noch lange nicht – aber zu behaupten, Touch-Displays stößen am Markt nicht auf Interesse, wäre dann doch unrealistisch. »Touchscreen-Lösungen mit Multitouch-Bedienung liegen ebenfalls im Trend, d.h. man kann wie bei Handys die Touchscreens mit mehreren Fingern bedienen und beispielsweise zoomen«, legt Hanspeter Külb dar. »Auch hier hat Knitter-Switch diverse kundenspezifische Projekte in der Entwicklung.« Gestoppt scheint einstweilen der Trend zur Miniaturisierung – verständlicherweise, denn wenn elektromechanische Bedienelemente allzu stark schrumpfen, leidet die Benutzbarkeit. »Die Miniaturisierung hat im Wesentlichen ein Ende genommen, jedenfalls was den industriellen Markt angeht«, bestätigt Hanspeter Külb. »Einzig im Hörgerätemarkt hält der Trend noch an. Ansonsten ist das Minimum der Bedienbarkeit erreicht.« 

Trends bei Folientastaturen und Silikonschaltmatten 
 

Markus Zemke, N&H Technology
© N&H Technology

Markus Zemke, N&H Technology: »Bei Tastern und Schaltern geht der Trend zu kleineren Einbautiefen bei zugleich starker taktiler Rückmeldung.«

Neben Einzeltastern und -schaltern sowie Tastenblöcken sind auch Folientastaturen und Silikonschaltmatten nach wie vor im Rennen. Markus Zemke bringt sie mit einem interessanten generellen Trend in Verbindung: »Allgemein merken wir einen Trend zur Verschlankung der Supply-Chain«, sagt er. »Die Kunden versuchen, die Initialkosten so gering wie möglich zu halten. Daher sind Lieferanten zunehmend gefragt, die möglichst viele Komponenten eines Bedienelements liefern können.«

Bei der klassischen Silikonschaltmatte, die nach wie vor Anwendung besonders in der Industrie finde, schlage sich dieser Trend ebenfalls nieder: »Um vor allem Werkzeugkosten zu sparen, werden Schaltmatten mit diversen Bedruckungsmöglichkeiten oder Layouts immer häufiger angefragt. So lässt sich eine Silikonschaltmatte in mehrere Endprodukte einsetzen, was auch den Projektaufwand verringert.«

Bei Folientastaturen werden laut Markus Zemke die Anforderungen an die Ausstattung höher. »Die Funktion als reine Schaltlösung reicht dort nicht mehr«, führt er aus. »Eine Kombination von anspruchsvollem Design, speziellen Coatings und Ausstattungs-Extras wie integrierten LEDs oder integriertem Touchpanel ist mittlerweile die Regel. Außerdem zeigt sich auch hier der Trend zur Verschlankung der Supply-Chain, und zwar indem die Folientastatur direkt mit dem passenden Gehäuse von ein und demselben Lieferanten kombiniert wird.«

Dass der Markt für Folientastaturen und Gummi-Schaltmatten technisch immer anspruchsvoller wird, bestätigt auch Hanspeter Külb: »Wir beraten unsere Kunden gerne bei der Suche nach der optimalen Lösung.« 

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