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Generationswechsel bei Bürklin

Auf 67 Jahre Erfolg aufbauen und neue Potenziale heben

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Johannes Bürklin: »Bürklin Elektronik befindet sich derzeit auf Erfolgskurs – das ist mehr als erfreulich. Wir haben uns gemeinsam mit unserer Belegschaft nach dem maßgeblichen Wandel sortiert und sind bereit für neue Herausforderungen«.
© Bürklin Elektronik

Seit September 2020 ist mit den Geschäftsführern Veronika Tretter und Johannes Bürklin die dritte Generation bei Bürklin Elektronik am Start.

Mit stärkerer Kundenorientierung, einer umfassende Sortimentsbereinigung, dem Ausbau digitaler Beschaffungswege und einem (bald) ganz neuen Webshop wollen sie den Erfolg des Familienunternehmens fortschreiben.

Markt&Technik: Seit wann sind Sie als neue Geschäftsführung im Unternehmen tätig?

Veronika Tretter: Wir haben neben den Herausforderungen der Corona-Krise zudem den Generationenwechsel 2020 erfolgreich über die Bühne gebracht. Um genau zu sein, haben wir im September 2020 die Geschäftsführung von unserem Vater, Ralph Bürklin, übernommen. Er ist ab und zu noch im Haus zu sehen, befindet sich aber nach über 37 Jahren im Amt im wohlverdienten Ruhestand.

Welche Veränderungen streben Sie strategisch an?

Johannes Bürklin: Wir sind mitten in einer Krise in die Fußstapfen unseres Vaters, Onkels und Großvaters getreten. Hier war an erster Stelle das strategische Ziel „Stabilität“ ausschlaggebend. Wir wollten unseren Kolleginnen und Kollegen, ohne welche wir den Wandel im vergangenen Jahr niemals so erfolgreich gestemmt hätten, ein stabiles Arbeitsumfeld garantieren. Daneben konzentrieren wir uns seit einem Jahr auf eine stärkere Kundenorientierung, eine umfassende Sortimentsbereinigung sowie den Ausbau digitaler Beschaffungswege in beide Richtungen.

An welchen Grundsätzen bzw. strategischen Facetten halten Sie weiterhin fest?

Tretter: Wir wollen die Welt der Elektronik nicht neu erfinden, das steht fest. Wir bauen auf den erfolgreichen 67 Jahren unserer Vorgänger auf und identifizieren hierbei Potenziale, die gehoben werden können.

Welche Bedeutung hat für Sie die Tradition als Familienunternehmen?

Tretter: Unser Großvater Dr. Hans Bürklin hat das Unternehmen 1954 gegründet. Als Enkel erinnern wir uns noch zu gut an seine Erzählungen über die ersten Jahre von Bürklin Elektronik in der Schillerstraße in München nach dem Krieg. Allein aus dieser familiären Sicht hat die Tradition als Familienunternehmen natürlich einen hohen Stellenwert. Man darf aber auch bei aller Tradition den für das Unternehmen erfolgreichsten Weg nicht aus den Augen verlieren. Diesen haben wir stets im Blick.

 

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Veronika Tretter: »Wir wollen die Welt der Elektronik nicht neu erfinden, das steht fest. Wir bauen auf den erfolgreichen 67 Jahren unserer Vorgänger auf und identifizieren hierbei Potenziale, die gehoben werden können«.
© Bürklin Elektronik

Wo steht Bürklin jetzt und wo wollen Sie mittelfristig hin?

Bürklin: Bürklin Elektronik befindet sich derzeit auf Erfolgskurs – das ist mehr als erfreulich. Wir haben uns gemeinsam mit unserer Belegschaft nach dem maßgeblichen Wandel sortiert und sind bereit für neue Herausforderungen. Eine mittelfristige Herausforderung wird es sein, die Folgen der Rohstoffknappheit zu meistern. Zudem ist es das mittelfristige Ziel, unsere Kunden und Lieferanten durch unseren neuen Webshop zu begeistern.

Ein neuer Webshop steht in den Startlöchern – was ist neu?

Tretter: Seit 1991 ist Bürklin Elektronik online unterwegs. In all diesen Jahren haben wir viel über digitale Beschaffungswege und Prozesse in unserem Marktumfeld gelernt. Dieses Wissen wollen wir in einem neuen Webshop bündeln und präsentieren. Es wird also beinahe alles neu sein. Das Front End, das Back End und die Suche.

Und was heißt das für den Kunden?

Bürklin: Für unsere Kunden wird alles einfacher und unkomplizierter. Unsere neue Suche wird es jedem ermöglichen, sich in einer Welt von rund 500.000 Elektronikartikeln schnell zurechtzufinden. Unser langfristiges Ziel ist es, die wirklich breite Welt der Elektronik mit einem Klick erlebbar zu machen.

Wie hat sich die Pandemie wirtschaftlich und in Bezug auf das Arbeitsumfeld – sprich: hin zu digitalen Arbeitsformen – ausgewirkt?

Tretter: Wir waren auch vor der Pandemie mit Blick auf ein digitales Arbeitsumfeld gut aufgestellt. So konnten wir vom einen auf den anderen Tag in der Verwaltung auf ein Arbeiten von zu Hause umstellen. Dennoch hat uns die Pandemie in diesem Bereich einen immensen Schub nach vorne gebracht. Heute ist jedes Meeting schnell digital eingestellt, es kann flexibel von zu Hause oder aus dem Büro gearbeitet werden. Wirtschaftlich haben wir die Pandemie natürlich gespürt, es war ein hartes Jahr. Hier gilt insbesondere der Dank unseren Kolleginnen und Kollegen, die mit uns durch diese Zeit gegangen sind.

Wie weitreichend ist Ihr technischer Support?

Bürklin: Wir stehen unseren Kunden jederzeit gerne in technischen Fragen mit Expertise zur Verfügung – telefonisch, per E-Mail und auch gerne klassisch per Fax oder Post.

Welche eProcurement-Elemente bzw. Anbindung für Kunden – zum Beispiel API, EDI, eKataloge – bieten Sie an?

Bürklin: Digitale Beschaffungswege sind ein Fokusthema unsererseits. Wir bieten alle gängigen eProcurement-Lösungen an. Bei uns können Kunden und Lieferanten per API, EDI, OCI und eKataloge sehr unkompliziert und schnell angebunden werden. Für alle Parteien – Kunden, Lieferanten und uns als Distributor – bringt eine digitale Anbindung lediglich Vorteile mit sich.

Wie wird Bürklin Elektronik künftig international aufgestellt sein?

Tretter: Unser Hauptstandort ist und bleibt Deutschland. Hier sind wir zu Hause. Allein unser Online-Auftritt bringt aber natürlich mit sich, dass Kunden aus allen Ländern und Regionen auf unsere Dienstleistung bauen. Egal aus welcher Ecke der Welt unser Kunde Elektronik benötigt, die Ware hat er morgen oder zumindest in wenigen Tagen. Unser Fokus ist aber sehr klar die DACH-Region sowie die EU. Hier sind wir stark und sehr schnell.


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