Schwerpunkte

Matthias Müller in Kritik

Merkel »erstaunt« über gestiegene Gehälter von VW-Managern

15. März 2018, 11:33 Uhr   |  dpa | Stefanie Eckardt

Merkel »erstaunt« über gestiegene Gehälter von VW-Managern
© Jörg Carstensen | dpa

Auf der Jahrespressekonferenz des Volkswagen-Konzerns stellte der Vorstandsvorsitzende Matthias Müller den Geschäftsbericht für 2017 vor. In der Kritik: die hohen Gehaltszuwächse der Top-Manager.

Der Milliardengewinn bei Volkswagen – trotz der Diesel-Abgasaffäre – bedeutet auch für die Konzernführung ein dickes Gehaltsplus. Selbst Kanzlerin Merkel zeigte sich darüber äußerst erstaunt.

Kanzlerin Angela Merkel hat sich erstaunt über die Gehaltszuwächse von Volkswagen-Top-Managern gezeigt. »Ich freue mich, wenn es Gewinne gibt, weil dann vielleicht auch Geld in die Zukunft investiert werden kann«, sagte Merkel am Mittwoch dem ZDF-heute-journal. Trotzdem sei sie »schon erstaunt« gewesen, dass »es dann auch sehr hohe Zuwachsraten bei bestimmten Gehältern gibt«.

Die Vergütung der Mitglieder des Volkswagen-Konzernvorstands stieg im vergangenen Jahr auf rund 50,3 Millionen Euro nach 39,5 Millionen Euro im Jahr zuvor. Volkswagen begründete den Anstieg vor allem mit der guten Geschäftsentwicklung. Der Kernbereich Volkswagen Pkw warf 2017 einen Betriebsgewinn von rund 3,3 Milliarden Euro ab – bereinigt um Sonderkosten für die Dieselaffäre. Für die Führung bedeutet der positive Trend ein dickes Gehaltsplus.

Spitzenverdiener unter den zehn obersten VW-Führungskräften

einschließlich der ausgeschiedenen Christine Hohmann-Dennhardt

ist Vorstandschef Matthias Müller, der mehr als 10,1 Millionen Euro einstrich. Ein Jahr zuvor waren es 7,25 Millionen Euro. Nach dem alten Gehaltsmodell, in dem variable Boni noch ein stärkeres Gewicht hatten, hätte er über 13 Millionen Euro bekommen.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Gewinner ist der Benzinmotor
Verbraucherschützer dringen auf zweiten Dieselgipfel
Audi kündigt weitere Diesel-Rückrufe an
Kretschmann fordert »bundeseinheitliche Regelung«
Trump hat deutsche Autobranche im Visier
Diesel-Fahrverbote grundsätzlich zulässig 

Verwandte Artikel

Volkswagen AG, dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH