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Vitesco verfolgt ambitionierte Pläne

Komplette Klimaneutralität bis 2040 angestrebt

Vitesco Technologies Klimaneutrale Wertschöpfungskette
Bei Vitesco Technologies soll ab 2040 nur noch klimaneutral agiert werden.
© Vitesco Technologies

Weltweite CO2-Neutralität entlang der kompletten Wertschöpfungskette – dieses ehrgeizige Klimaziel will Vitesco Technologies mit Hauptsitz in Regensburg in spätestens 18 Jahren erreicht haben.

Mit der Börsennotierung im vergangenen September hat Vitesco Technologies eine ambitionierte Nachhaltigkeitsagenda vorgelegt, welche fünf Fokusthemen umfasst: Neben sauberer Mobilität, Ressourceneffizienz und Zirkularität, fairen Arbeitsbedingungen und Diversität, einem verantwortungsvollen Einkauf und Partnerschaften zählt dazu auch der Klimaschutz. »Bis zum Jahr 2030, also innerhalb der nächsten acht Jahre, werden wir unsere eigene Unternehmenstätigkeit weltweit CO2-neutral gestalten«, erklärt Ingo Holstein, der als CHRO auf Vorstandsebene das Thema Nachhaltigkeit verantwortet.

Schon heute bezieht Vitesco Technologies 100 Prozent des eingekauften Stroms weltweit aus erneuerbaren Energien. Dadurch konnte das Unternehmen eigenen Angaben zufolge seine Emissionen aus eigenen Prozessen gegenüber dem Basisjahr 2019 bereits um 89 Prozent reduzieren. Für die übrige Energie, die noch aus konventionellen Quellen stammt, werde das Unternehmen auf absehbare Zeit echte, ökologisch sinnvolle Alternativen schaffen, so Holstein: »Wir werden beispielsweise auf Heizwärme aus Biogas oder eine konsequente Elektrifizierung setzen.«

Darüber hinaus ist Vitesco bestrebt, seinen Energieverbrauch deutlich zu senken, wie Dr. Hans-Jürgen Braun, Leiter Operations bei Vitesco erklärt: »Wir wollen bis 2030 insgesamt 80 GWh Energie mit Hilfe von Energieeffizienzprogrammen an unseren Standorten einsparen«.

Um komplette Klimaneutralität zu erreichen, hat das Unternehmen neben der Produkt-Wertschöpfung auch solche Unternehmensaktivitäten erfasst und berücksichtigt, die nicht produktbezogen sind, wie Geschäftsreisen, Investitionen oder Leasing. Hinzu kommen die CO2-Emissionen der vorgelagerten Lieferkette und der späteren Nutzung von Komponenten und Systemen im Fahrzeug. Diese beiden Lebenszyklus-Phasen machen jeweils mehr als 40 Prozent der gesamten Emissionen von Vitesco Technologies aus.

Das Unternehmen arbeitet daher eng mit seinen Zulieferern, Geschäftspartnern und Kunden zusammen, die ebenfalls ihre Umweltwirkung transparent machen und ihre Emissionen reduzieren wollen. Vitesco profitiert dabei stark von seiner Expertise im Bereich Life Cycle Engineering zur Verbesserung der Ökobilanz einzelner Produkte. Dieses Verfahren soll in Kürze auf alle Prozesse im Unternehmen ausgerollt werden.


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