Elektroniknet Logo

Gewaltiger Einbruch

Automobilindustrie fällt auf 1975 zurück

JYPIX/stock.adobe.com
© JYPIX/stock.adobe.com

Der VDA korrigiert seine ohnehin schon düstere Prognose deutlich nach unten: 2,9 Mio. Autos sollen 2021 produziert werden. 2016 waren es noch 5,7 Mio. Einheiten.

Im vergangenen Jahr waren trotz Corona-Krise rund 3,5 Millionen Fahrzeuge produziert worden, im Jahr 2019 rund 4,7 Mio. Was die niedrigsten Produktionszahlen seit 1975 für die Neuzulassungen im Jahr 2021 bedeuten werden, ließ der VDA zunächst offen. Eines aber dürfte sicher sein: 2022 wird ein weiteres schweres Jahr für die Automobilindustrie in Deutschland.

Insgesamt wurden im September 196.972 Autos neu zugelassen. Das war gut ein Viertel weniger als im Vorjahresmonat und der schwächste September-Wert seit 1991. Im zweiten Halbjahr 2020 hatte der Bund die Mehrwertsteuer gesenkt, um in der Corona-Krise die Wirtschaft anzukurbeln.

Im Gesamtjahr liegt der deutsche Automarkt bislang mit rund zwei Mio. Fahrzeugen um 1,2 Prozent im Minus. In den Werken behindern weiter Lieferengpässe bei Halbleitern die Produktion, wie der Verband der Automobilindustrie mitteilte. »Der deutsche Pkw-Markt kommt in immer schwierigeres Fahrwasser«, kommentierte der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller.

Zulieferer warnten am Dienstag, der Chipmangel sowie hohe Preise für Rohstoffe und Energie brächten viele mittelständische Unternehmen in Existenznot. Lieferungen würden kurzfristig storniert, Lastwagen müssten umkehren, kritisierte die Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie. Autohersteller verweigerten Zahlungen mit Hinweis auf den Chipmangel. Der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie warnte vor einer Insolvenzwelle kleiner und mittelständischer Autozulieferer bis Weihnachten.


Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

elektroniknet, dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH