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Elektromobilität

Sieben Tipps zum Aufbau einer Ladeinfrastruktur

MVV Enamic Ladeinfrastruktur
Wenn immer mehr Mitarbeiter mit dem Elektroauto zur Arbeit kommen, sollten Unternehmen ihnen Lademöglichkeiten anbieten.
© MVV Enamic

Autos mit elektrischen Antrieben werden von immer mehr Menschen genutzt. Für Unternehmen bedeutet das: Viele Mitarbeiter kommen mit ihrem E-Auto zur Arbeit und wünschen sich eine Lademöglichkeit. Die besten Tipps, die es beim Aufbau einer Ladeinfrastruktur zu beachten gilt, gibt es hier.

Lange Zeit waren sie die Exoten auf deutschen Straßen: Hybrid- und Elektroautos. Doch jetzt scheint die Verkehrswende da zu sein. Innerhalb nur eines Jahres ist ihr Anteil an den Neuzulassungen von 3 Prozent (2019) auf 13,5 Prozent (2020) gewachsen. Gleichzeitig geben immer mehr Autobauer konkrete Jahreszahlen für ihren Abschied vom Verbrennungsmotor bekannt.

Für Unternehmen heißt das: Die Angestellten fahren inzwischen mit ihrem elektrisch angetriebenen Auto ins Büro und wünschen sich, dieses dort während der Arbeitszeit aufzuladen. Also gilt es, eine geeignete Ladeinfrastruktur aufzubauen. Was dabei zu beachten ist, erklärt Matthias Canisius, Business Development Manager bei MVV Enamic, anhand der folgenden Tipps.

Tipp 1: Anzahl der Ladepunkte ermitteln

Zuerst sollte geklärt werden, wie viele Lademöglichkeiten das Unternehmen benötigt. Die Faustregel lautet: Bis 2030 sollten 30 Prozent der Stellplätze über einen Ladepunkt verfügen. Denn mindestens so hoch wird der Anteil an Elektrofahrzeugen dann sein, so aktuelle Schätzungen. Wie viele bereits jetzt sinnvoll sind, hängt von der Nachfrage der Mitarbeitenden sowie vom Fuhrpark und dessen Nutzungsprofil ab.

Für Unternehmen, die mit weniger Ladepunkten starten, empfiehlt es sich, gleich Leerrohre für den weiteren Ausbau verlegen zu lassen. Damit ist zwar die Anfangsinvestition höher, es ist jedoch erheblich günstiger als schon in wenigen Jahren noch einmal Tiefbauarbeiten durchzuführen.

Tipp 2: Stromversorgung checken

Mit einer Ladeinfrastruktur ergibt sich ein neuer Strombedarf. Deshalb sind Fragen zu klären wie: Welche Leistung erhält das Unternehmen vom Energieversorger? Wie viel davon steht an welcher Stelle für die Ladepunkte zur Verfügung?

Daraus ergibt sich, ob der aktuelle Netzanschluss ausreicht, wo die idealen Standorte für (Schnell-)Ladesäulen oder Wallboxen sind, und ob ein Lade- oder Lastmanagement ratsam ist.

Tipp 3: Lastspitzen vermeiden

Durch die zusätzlichen Verbraucher im Stromnetz können teure Lastspitzen entstehen, etwa wenn morgens innerhalb kurzer Zeit viele Elektrofahrzeuge angeschlossen werden und gleichzeitig die Produktion hochfährt. Ein Lade- oder Lastmanagement verhindert die Ladespitzen. Hier stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: 

  • Ein Lademanagement regelt die Leistung eines einzelnen Ladepunkts. Beim statischen Lademanagement wird allen Ladepunkten immer dieselbe Leistung zugeteilt.
  • Beim Lastmanagement geht es darum, die Netzbezugsleistung aller Verbraucher und Erzeuger der Liegenschaft zu optimieren. Ein dynamisches Lastmanagement teilt den Ladepunkten unterschiedliche Strommengen zu, abhängig davon, wie viel Leistung sonst im gesamten Unternehmen beziehungsweise der Liegenschaft in diesem Moment gebraucht und erzeugt wird, zum Beispiel durch eine PV-Anlage oder ein Blockheizkraftwerk (BHKW). 

  1. Sieben Tipps zum Aufbau einer Ladeinfrastruktur
  2. Tipp 4: Bei Ladesäulen auf Mindestleistung achten

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