Transformation bei Ford

Große Schritte in die vollelektrische Zukunft

14. März 2022, 9:21 Uhr | Kathrin Veigel
Ford Elektrifizierung
Ford wird bis 2024 drei neue Elektro-Pkw in Europa einführen.
© Ford

Ford treibt die Elektrifizierung seiner europäischen Flotte weiter voran: So will der Autobauer bis 2024 drei neue Elektro-Pkw und vier neue Elektro-Nutzfahrzeuge einführen. Geplant ist zudem ab 2026 jährlich mehr als 600.000 Elektrofahrzeuge in Europa zu verkaufen.

Nach der Einführung des vollelektrischen Mustang Mach-E im Jahr 2021 und des Mach-E GT in diesem Jahr in Europa sowie der bevorstehenden Einführung des E-Transit im nächsten Quartal will Ford in nächster Zeit sieben weitere vollelektrische Fahrzeuge au den europäischen Markt bringen: drei neue Pkw und vier neue Nutzfahrzeuge.

2023 soll die Produktion eines neuen vollelektrischen Pkw im Kölner Werk anlaufen. Ab 2024 wird dort ein zweites neues vollelektrisches Modell gebaut. Darüber hinaus soll der Ford Puma ab 2024 als reines Elektrofahrzeug erhältlich sein und im rumänischen Craiova produziert werden.

Im Nurzfahrzeugbereich hat der Autobauer vier neue Elektromodelle der Transit-Baureihe geplant. Bereits nächstes Jahr starten der Transit Custom im Ein-Tonnen-Transporter-Segment und die Großraumlimousine Tourneo Custom. Im Jahr 2024 folgt dann die nächste Generation der kleineren Fahrzeuge, die vollelektrischen Transit Courier und Tourneo Courier.

Anbieter zum Thema

zu Matchmaker+

E-Fahrzeugproduktion und Investition in Köln

Das erste vollelektrische Fahrzeug, das ab 2023 im Ford Electrification Center in Köln produziert wird, ist ein mittelgroßer, fünfsitziger Sport-Crossover mit einer Reichweite von 500 Kilometer mit einer Batterieladung. Darüber hinaus will Ford ein zweites vollelektrisches Modell am Standort Köln fertigen.

Die Entscheidung für die Produktion eines Sport-Crossover als zweites vollelektrisches Modell im Ford Cologne Electrification Center bedeutet, dass die Anzahl der im Kölner Werk produzierten Elektrofahrzeuge auf 1,2 Millionen Fahrzeuge innerhalb von sechs Jahren steigen wird. Die Investitionen in die neuen Elektro-Pkw der Kölner Produktion belaufen sich damit auf voraussichtlich zwei Milliarden US-Dollar.

Die Investition in das Cologne Electrification Center umfasst zusätzlich den Aufbau einer neuen Anlage zur Montage von Fahrzeugbatterien, die 2024 mit der Produktion starten wird. Hierfür haben Ford und die Koç Holding eine unverbindliche Absichtserklärung für ein Joint Venture in der Türkei unterzeichnet. Vorbehaltlich der Unterzeichnung einer endgültigen Vereinbarung planen die Partner, eine der größten Produktionsstätten für Nutzfahrzeugbatterien in Europa zu errichten.

Das Joint Venture soll seinen Sitz in der Nähe von Ankara haben und Nickel-reiche Nickel-Mangan-Kobalt-Zellen für den Einbau in Batterie-Module herstellen. Die Produktion soll bereits Mitte des Jahrzehnts beginnen. Die geplante Jahreskapazität wird 30 bis 45 Gigawattstunden betragen.

Ausbau der Produktionskapazität für Elektroautos in Craiova

Das Ford-Werk in Craiova, Rumänien, soll eine wichtige Rolle innerhalb der Wachstumspläne des Unternehmens für Elektro- und Nutzfahrzeuge in Europa spielen.

Daher wird der beliebte vollelektrische Kompakt-Crossover Ford Puma ab 2024 in Craiova gefertigt. Darüber hinaus sollen ab 2023 der neue Ford Transit Courier und der Tourneo Courier, ein kompaktes Mehrzweckfahrzeug, ebenfalls in Craiova produziert und ab 2024 als vollelektrische Versionen auf den Markt kommen.

Um die Kapazität für Elektro- und Nutzfahrzeuge weiter zu steigern, hat Ford auch verkündet, dass – vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen und Konsultationen – Ford Otosan das Werk und die Fertigung in Craiova übernehmen wird. Ford Otosan ist ein Joint Venture zwischen der Ford Motor Company und der Koç Holding.


Verwandte Artikel

FORD-WERKE GmbH