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Projekt Smart Headlamp Technology

Hella arbeitet an Entwicklung eines intelligenten Scheinwerfers

08. Oktober 2018, 10:11 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Hella arbeitet an Entwicklung eines intelligenten Scheinwerfers
© Hella

Hella arbeitet derzeit im Forschungsprojekt Smart Headlamp Technology mit den Partnern Fraunhofer IEM sowie den Universitäten Paderborn und Dortmund am intelligenten Scheinwerfer.

Im Forschungsprojekt Smart Headlamp Technology wird ein intelligenter Scheinwerfer entwickelt, der potenzielle Performance-Änderungen frühzeitig erkennt und in der Lage ist, diese zu kompensieren. Am Projekt beteiligt sind Hella, Fraunhofer IEM sowie die Universitäten Dortmund und Paderborn.

Moderne Scheinwerfersysteme ermöglichen variable Lichtverteilungen, die für jede Verkehrssituation

vom Stadtlicht bis zum blendfreien Fernlicht

die optimale Beleuchtung generieren. Es sind komplexe technische Systeme, bei denen eine Vielzahl von LEDs exakt aufeinander abgestimmt sind. Die zu erwartende Lebensdauer der einzelnen LEDs übersteigt die Lebensdauer des Fahrzeuges bei weitem. Doch wie bei allen lichttechnischen Systemen sind langfristig Performance-Änderungen nicht auszuschließen. Das Forschungsprojekt Smart Headlamp Technology hat daher zum Ziel, einen intelligenten Scheinwerfer zu entwickeln, der nicht nur potenzielle Performance-Änderungen frühzeitig erkennt (Condition Monitoring), sondern auch in der Lage ist, diese zu kompensieren (Self-Healing).

Entwicklungsprozess erforschen

Im Verlauf der Serienentwicklung eines Scheinwerfers werden Lichtmuster aufgebaut, und Prototypen erstellt. Diese werden in virtuellen Testumgebungen sowie im realen Straßenverkehr getestet. Die Entwicklung eines dynamischen, hochauflösenden Scheinwerfers ist zeitaufwendig, der Aufbau von Prototypen kostenintensiv. Im Forschungsprojekt Smart Headlamp Technology wird daher ein dreistufiger Entwicklungsprozess erforscht. Zunächst wird im Fahrsimulator das Scheinwerfer- und Fahrzeugumfeld dynamisch dargestellt, um die Lichtfunktionen zu beurteilen. Die entwickelten Scheinwerferlichtfunktionen lassen sich anschließend mithilfe virtueller Testfahrten validieren. Unterstützt wird dieser simulative Ansatz durch den Aufbau eines Hardware-in-the-Loop-Prüfstands im Lichtkanal. Dadurch lassen sich die echten Lichtverteilungen, Lichtfunktionen sowie mögliche Verbesserungen bereits in den ersten Stadien der Produktentwicklung bewerten und analysieren. Erst auf Basis dieser Ergebnisse baut der Zulieferer schließlich einen hochauflösenden LED-Scheinwerferprototypen mit integrierten Lösungen für die Überwachung (Condition Monitoring) sowie Self-Healing-Maßnahmen auf und integriert diesen in ein Fahrzeug. Abschließend werden die Funktionen im realen Straßenverkehr getestet. Die hierbei erhobenen Daten fließen anschließend wieder zurück in den Entwicklungs- und Produktoptimierungsprozess.

Dank des dreistufigen Prozesses lassen sich künftig Entwicklungsschleifen reduzieren. Daneben lässt sich die optimale Performance von HD-Scheinwerfersystemen langfristig sicherstellen.

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