Murata setzt auf Cooperative Safety

Fortschrittliche V2X-Wireless-Module mit Autotalks-Chipsätzen

21. November 2022, 13:39 Uhr | Irina Hübner
V2X-Wireless-Module von Murata mit Chipsätzen von Autotalks.
© Murata

Murata hat in Zusammenarbeit mit dem auf V2X-Kommunikation spezialisierten Unternehmen Autotalks eine V2X-Lösung entwickelt, die die Einführung von Cooperative Safety und höheren Autonomie-Leveln voranbringen soll. Diese basiert auf Wireless-Modulen mit Autotalks-Chipsätzen.

Murata hat ein Portfolio von Wireless-Modullösungen eingeführt, mit denen sich eine direkte Kommunikation von Fahrzeug zu Fahrzeug (Vehicle-to-Vehicle, V2V) sowie zwischen Fahrzeug und Infrastruktur (Vehicle-to-Infrastructure, V2I) realisieren lässt.

Die V2X-Lösung ist an kundenspezifische Anforderungen anpassbar: Für den Einsatz in Konfigurationen ohne Host enthält die Lösung das Wireless-Modul des Typs 2AN von Murata, während in Situationen mit eingebautem Host der Typ 1YL verwendet wird. Beide für den Automotive-Einsatz geeigneten Einheiten basieren auf den V2X-Chipsätzen Craton2 und Secton von Autotalks. Die Module zeichnen sich nicht nur durch Spitzenleistung aus, sondern sind überdies höchst robust, sodass selbst unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen für uneingeschränkte Zuverlässigkeit gesorgt ist.

Die Murata-Module unterstützen außerdem V2X-Softwarestacks zahlreicher verschiedener Anbieter.

Zwischen zwei V2X-Kommunikationsstandards wählen

Die Besonderheit der mit den Autotalks-Chipsätzen ausgestatteten Murata-Module besteht darin, dass die Kunden entscheiden können, welchen der beiden V2X-Kommunikationsstandards sie verwenden möchten – DSRC oder C-V2X. Dementsprechend können sie mit ein und demselben Modul durch einfache Softwarekonfiguration mehrere geografische Regionen (Europa, Asien, Nordamerika usw.) abdecken. Somit lassen sich stets die gleichen Systemdesigns verwenden, was die Entwicklungskosten deutlich senkt.

Anwendungsbeispiele für die Murata/Autotalks-V2X-Technologie

  • Frühzeitige Erkennung verborgener Gefahrenstellen: Per V2X kann ein elektronischer Notbrems-Alarm nachfolgende Fahrzeuge warnen, wenn ein für sie zum jeweiligen Zeitpunkt zwar nicht sichtbares, aber dennoch relevantes Fahrzeug eine Bremsung einleitet.
  • Verkehrs-Priorisierung und Geschwindigkeitssteuerung: Per V2I kann die Straßen-Infrastruktur mit den Fahrzeugen kommunizieren, um deren Geschwindigkeit auf die Ampelphasen abzustimmen. Autofahrern bleiben dadurch Wartezeiten an Straßenkreuzungen erspart, der Verkehrsfluss wird verbessert und der Kraftstoffverbrauch sinkt, da seltener gebremst und anschließend wieder beschleunigt werden muss.
  • Weitere potenzielle Anwendungsfälle sind das Reagieren auf Unfälle, aktuelle Straßenzustands-Informationen usw.

Ein bedeutender Automobilhersteller hat die V2X-Module von Murata bereits für seine Fahrzeuge ausgewählt. Entsprechend ausgestattete Modelle dürften ab Anfang 2024 in den Verkauf kommen.


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