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Demokraten gewinnen US-Senat

VDMA erwartet berechenbare Handelspolitik

07. Januar 2021, 10:17 Uhr   |  Gerhard Stelzer

VDMA erwartet  berechenbare Handelspolitik
© VDMA | Shutterstock

Der VDMA fordert einen Neustart für die europäischen Handelsbeziehungen mit den USA.

VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann sieht die Stichwahlen für den US-Senat in Georgia als wichtigen Erfolg für 'President elect' Joe Biden und erwartet Verbesserungen in der Handels-, Klima- und Sozialpolitik mit den USA.

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind seit jeher einer der wichtigsten Handelspartner von Deutschland und auch der Europäischen Union. Unter der Präsidentschaft Donald Trumps hatten sich die einstmals guten transatlantischen Beziehungen deutlich eingetrübt. Umso mehr sind derzeit die Erwartungen groß:

Die chaotischen Szenen vor dem Kapitol gestern und die von den Demokraten gewonnen Senatswahlen im US-Bundesstaat Georgia kommentiert VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann mit den Worten:

VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann.
© VDMA

VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann.

»Wir sind erschüttert über die chaotischen Szenen aus dem US-Kapitol und hoffen, dass sich die Lage in Washington jetzt schnell beruhigt und der Prozess der Amtsübergabe weitergeht. Durch die gestrigen Ereignisse ist der Ausgang der Senatswahlen im US-Bundesstaat Georgia fast untergegangen. Der dortige Sieg der Demokraten ist ein wichtiger Erfolg für den neuen Präsidenten Joe Biden. Denn nun haben die Demokraten durch die entscheidende Stimme der US-Vizepräsidentin Kamala Harris in beiden Kongresskammern die Mehrheit. Damit kann die neue Regierung ihre ambitionierten Wahlversprechen leichter umsetzen.

Grundsätzlich ist mit der Vereidigung Bidens eine berechenbarere Handelspolitik zu erwarten, die die transatlantischen Partner wieder stärker einbindet. Dies allein wird aber für eine vollständige Restauration der transatlantischen Handelsbeziehungen nicht genügen. Deshalb fordert der VDMA in seiner neuen Kurzposition ‘Neustart für die Handelsbeziehungen mit den USA’ unter anderem eine schnelle Rückkehr der USA zu Gesprächen für den Abschluss eines transatlantischen Handelsabkommens mit der EU und eine Aufhebung der bestehenden amerikanischen Strafzölle.

Mit dem ‘Green New Deal’ soll die US-Industriegesellschaft sozialpolitischer und klimaorientierter werden, verbunden mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze in den USA. Investitionen in Höhe von 1700 Milliarden US-Dollar sollen in der nächsten Legislaturperiode damit verbunden sein. Die EU muss die Gelegenheit nutzen, den engen Schulterschluss mit den USA zu suchen. Nur gemeinsam können wir Themen wie eine WTO-Reform und ein Level-Playing-Field mit China gestalten.«

VDMA-Kurzposition »Neustart für dei Handelsbeziehungen mit den USA«.

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