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Umati soll Weltsprache werden

06. April 2020, 10:30 Uhr   |  Meinrad Happacher

Umati soll Weltsprache werden
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VDMA und VDW wollen jetzt die Nutzung und Verbreitung von OPC UA Standards unter der Marke Umati für den gesamten Maschinenbau voranbringen.

Der Begriff Umati hat seinen Ursprung bei den Werkzeugmaschinen: Bereits 2017 stellte der VDW eine Initiative zur Erarbeitung einer standardisierten, offenen Schnittstelle vor. Die Akteure entschieden sich dabei für OPC UA als Basistechnologie. Schon zwei Jahre später traten 70 Partner auf der EMO Hannover mit einem Showcase den Beweis an, dass die Anbindung von 110 Maschinen an 28 Softwaredienste, die dezentral über das Messegelände verteilt waren, per »plug and play« funktionieren. Zudem hat der VDW 2018 mit dem Label Umati – universal machine tool interface – die Marke lanciert. 

Zwischenzeitlich sind im VDMA und seinen Partnerorganisationen zahlreiche weitere OPC UA Companion Specifications entstanden. Um diesen mehr Sichtbarkeit zu verschaffen und sie noch stärker in die Anwendung zu bringen, wird Umati nun als Community für die Nutzung und Vermarktung von OPC UA Companion Specifications auf den gesamten Maschinen- und Anlagenbau ausgeweitet. Der Name Umati steht in Zukunft für »universal machine technology interface« und damit für das Leistungsversprechen einer interoperablen Produktion.

Umati bezeichnet nun also eine Marke und ein Label für eine Community, die sich für die Verbreitung der OPC UA Standards im Maschinen- und Anlagenbau zusammengeschlossen hat. Sie bildet einen Rahmen für gemeinsames Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, die Demonstration von Use Cases und die Ansprache von Endkunden. Basis dafür ist die eigentliche OPC UA-Schnittstellen-Standardisierung in vielfältigen Zweigen des Maschinen- und Anlagenbaus. »Für den Werkzeugmaschinenbau sprechen wir deshalb künftig von der jeweils aktuellen Version der OPC UA Companion Specification for Machine Tools«, erläutert Wilfried Schäfer vom VDW.

Die nächsten Schritte

Die nächsten Schritte umfassen die weitere Optimierung der jeweiligen Companion Specifications sowie die Verbreitung der jeweiligen Standards und den Aufbau von Showcases auf Messen. Um die Alltagstauglichkeit der OPC UA Standards in der Produktion gegenüber der vielfältigen Kundenwelt zu demonstrieren, soll der Umati Showcase die branchenübergreifende Nutzung verschiedener OPC UA Standards demonstrieren. »Wir rechnen schon in der zweiten Hälfte diesen Jahres mit den ersten konkreten Produkten, die den Kunden Konnektivität auf Basis der OPC UA Specification for Machine Tools zur Verfügung stellen«, sagt Schäfer. »Umso wichtiger ist es für unsere Partner, dass auch die Entwicklung der Umati-Community diesem Fahrplan folgt«, ergänzt er weiter.

 »Produzierende Unternehmen haben nicht nur Werkzeugmaschinen, sondern einen individuellen Mix an unterschiedlichen Maschinen und Anlagen, Robotern und Systemen. Befinden sich all diese Technologien in einem gemeinsamen Ökosystem, das Plug-and-Play-Anwendungen schafft, spart das den Endanwendern viel Zeit und Geld«, so Schäfer weiter. Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA ergänzt: »17 Fachverbände arbeiten in mehr als 30 Gruppierungen an ihren Companion Specifications. Diese hohe Beteiligung bildet die Basis für echte, offene Interoperabilität zwischen Maschinen und Software-Systemen, vom Shop-Floor bis in die Cloud. Nur der VDMA hat die Power, die dazu notwendige Integrationskraft unterschiedlichster Domänen der Produktionswelten zusammenzuführen.«

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