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Künstliche Intelligenz

KI bestimmt Sterbewahrscheinlichkeit

Vertrocknete Rosen, die das Ende des Lebens darstellen.
Die individuelle Lebensdauer kann mit künstlicher Intelligenz bestimmt werden.
© CC0

Der Tod ist ein unangenehmes und unausweichliches Thema, über das die meisten gar nicht erst nachdenken wollen. Anders ist es bei Forschern der Harvard University und der Hochschule Stralsund. Sie erforschen, ob die Sterbewahrscheinlichkeit mithilfe von künstliche Intelligenz bestimmt werden kann.

Besteht zum Beispiel der Verdacht auf eine Lungenentzündung, macht der behandelnde Arzt meistens eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs. Derartige Aufnahmen wollen Forscher der Harvard University und der Hochschule Stralsund nun verwenden, um die Langzeit-Sterblichkeit vorherzusagen. Wie das gehen soll? Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.

Für die Vorhersage haben die Wissenschaftler ein künstliches neuronales Netzwerk erschaffen, welches eigenständig die Bilddaten der Röntgenaufnahmen auswertet und die Sterbewahrscheinlichkeit bestimmt. Über 55.000 Bilder wurden dafür ausgewertet, wobei rund 40.000 Bilder für die Entwicklung des Algorithmus verwendet wurden. Die restlichen Aufnahmen dienten anschließend für die Validierung.

Im Anschluss kam der finale Algorithmus zum Einsatz, um Risikoklassen zu bestimmen. Für eine Klassifizierung benötigt er etwa eine halbe Sekunde; dabei arbeitet er ausschließlich auf Grundlage der Bilddaten.

Laut Prof. Dr. Thomas Mayrhofer von der Hochschule Stralsund kann das Wissen über das individualisierte Sterberisiko dazu genutzt werden, um informierte Entscheidungen über Präventionsmaßnahmen wie Lungenkrebs-Screenings zu treffen.

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