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Für autonomes Fahren

Geely startet Satellitenproduktion

Ein Satellit von Geely, den Geespace entwickelt hat und der unter anderem Autos mit präzisen Positionsdaten versorgt.
Ein LEO-Satellit von Geely, den Geespace entwickelt hat und der unter anderem Autos mit präzisen Positionsdaten versorgt.
© Geely

Damit will sich Geely vom Hersteller von Autos zum Anbieter globaler Mobilitätstechnologien wandeln.

Die ersten Low-Earth-Orbit-Satelliten hat Geely jetzt im neuen Werk in Taizhou/China fertiggestellt. Ein Netz von LEO-Satelliten soll künftig Positionsdaten für die autonom fahrenden Autos von Geely liefern.

Geely hat das Intelligent Satellite Production and Testing Centre (AIT) – das erste Werk für die Produktion von kommerziellen Satelliten in China – nach 18 Monaten Bauzeit in Betrieb genommen und die Massenproduktion gestartet. Mit den LEO-Satelliten will Geely seine autonom fahrenden Autos nicht nur mit Positionsdaten für die hochpräzise Navigation versorgen, sondern auch die Übertragung hoher Datenraten für den Zugang ins Internet und zu Cloud-Diensten zur Verfügung stellen und um die Autos über Narrowband-IoT zu vernetzen.  

Sobald die volle Kapazität im Werk in Taizhou erreicht ist, sollen dort pro Jahr 500 verschiedene Satellitentypen modular gefertigt werden. Die LEO-Satelliten entwickelt die 2018 gegründete Geespace, eine Tochter der Geely Technology Group.

»Dass wir – trotz des Beginns der Pandemie – nur 18 Monate nach der Grundsteinlegung das neue Werk für die modulare Satellitenproduktion eröffnen konnten, zeigt, was wir unter „Geely Speed“ und „Geely Determination“ verstehen«, sagte Xu Zhihao, CEO der Geely Technology Group, anlässlich des Starts der Serienproduktion im AIT in Taizhou. »Die Weltraumindustrie verändert sich gerade sehr schnell und neue Kommunikationstechnologien entstehen in verschiedenen Sektoren wie beispielsweise für den Internetzugang über Satelliten, für autonomes Fahren und Cloud-Computing. Der kommerziellen Raumfahrt eröffnet sich eine vielversprechende Zukunft«. Geespace soll in der Transformation der Geely Technology Group zum Anbieter globaler Mobilitätstechnologien eine wichtige Rolle spielen.  

Im Moment dürften amerikanische private Weltraumfirmen die Nase beim Aufbau von LEO-Satelliten vorne haben, wie etwa Starlink von Space X, dessen CEO und CTO Elon Musk ist. Damit besteht die Möglichkeit, den Autos von Tesla überall auf der Welt Breitband-Internet-Zugang zur Verfügung stellen zu können. Im Mai 2021 hatte eine Falcon 9 von Space X 60 Starlink-Satelliten in ihre Umlaufbahnen geschossen. Damit hat Space X seit dem Beginn des Starlink-Aufbaus im Mai 2019 1735 Satelliten ins Weltall befördert. Sie operieren in einer Höhe von 550 km. Im April dieses Jahres hatte die Federal Communications Commission der USA Space X erlaubt, insgesamt 4.408 LEO-Satelliten in einer Höhe zwischen 540 und 570 km zu betreiben. Das Ziel von Space X besteht darin, rund 42.000 Starlink-Satelliten in der Umlaufbahn zu platzieren.


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