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Eutelsat und Sigfox

Nanosatelliten für das IoT

25. September 2019, 06:32 Uhr   |  Heinz Arnold

Nanosatelliten für das IoT
© Eutelsat

Das ELO-Satellitennetz von Eutelsat besteht aus insgesamt 25 Nanosatelliten auf niedrigen Umlaufbahnen, von denen jeder einzelne nicht mehr als 1 Mio. Euro kosten soll.

Bis 2022 soll ein Netz aus 25 Nanosatelliten in Kombination mit Sigfox die IoT-Kommunikation rund um die Welt ermöglichen.

In unterschiedlichen Sektoren von Logistik und Transport über Öl und Gas bis hin zur Landwirtschaft müssen künftig Hunderte Millionen von Objekten Informationen untereinander austauschen – auch in Gebieten, in denen es keinen terrestrischen Empfang gibt. Deshalb baut Eutelsat mit ELO jetzt ein Satellitennetz auf, das die Kommunikation zwischen all den verschiedenen Objekten erlaubt – unabhängig davon, wo auf der Erde sie sich befinden. Eutelsat will damit IT-Integratoren und Service-Unternehmen die Möglichkeit geben, ihren Kunden eine weltweite Abdeckung für die IoT-Kommunikation zu bieten.

Dazu hat Eutelsat eine strategische Partnerschaft mit Sigfox geschlossen, die weltweit LPWAN-Netze (Low Power Wide Area Network) betreibt, derzeit in 65 Ländern. Die Kombination von Sigfox und der Kommunikation über ELO wird die Tür zu vielen weiteren Anwendungsmöglichkeiten öffnen, beispielsweise lassen sich so Container auf ihrem Transport über die Weltmeere verfolgen. Auch in Katastrophenfällen böte die Kommunikation wertvolle Hilfe.

»Eutelsat kann sich jetzt schon früh in dem entstehenden IoT-Markt platzieren. Mit der Kombination aus satellitengestützter Kommunikation und dem LPWAN von Sigfox bieten wir eine weltweite Abdeckung – und das mit einem relativ bescheidenem Investment und der Möglichkeit, das System  über die Zeit nach Bedarf weiter auszubauen«, sagt  Rodolphe Belmer, CEO von Eutelsat.

Das ELO-Satellitennetz von Eutelsat besteht aus insgesamt 25 Nanosatelliten auf niedrigen Umlaufbahnen, von denen jeder einzelne nicht mehr als 1 Mio. Euro kosten soll. Zunächst werden Loft Orbital (ELO 1 und ELO 2) und Clyde Space (ELO 3 und ELO 4) die ersten vier Nanosatelliten bauen. Sie sollen zwischen 2020 und 2021 auf ihre Umlaufbahnen gebracht werden. Danach sollen weitere 21 Satelliten folgen, so dass ELO ab 2022 voll funktionsfähig wäre.

Eutelsat hatte bereits 2018 an Tyvak International den Auftrag vergeben, einen Nanosatelliten zu bauen, der Anfang kommenden Jahres gestartet wird und mit dessen Hilfe vorbereitende Funktionstests durchgeführt werden.

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