Abhängig von ihrem Verwendungszweck und Einsatzort benötigen drahtlose Beleuchtungssteuerungs-Systeme unterschiedliche Sicherheitsniveaus. Zweifellos wird ein privat genutztes System, das zur Herstellung eines bestimmten Wohnambientes verwendet wird, weniger hohe Anforderungen an die Sicherheit stellen als die öffentliche Beleuchtung einer Stadt oder die Notbeleuchtung eines Gebäudes.
Die meisten stromsparenden Wireless-Chipsätze unterstützen heute die 128-Bit-AES-Verschlüsselung der per Funk übertragenen Pakete, was meist ausreicht, um Sniffing oder Injection-Versuche zu vereiteln. Die Authentifizierung und der Schlüsselaustausch bei der Anmeldung neuer Geräte im Netzwerk stellen dagegen schon höhere Anforderungen und werden unterschiedlich gehandhabt, je nachdem, welches Maß an Sicherheit erforderlich ist und welche Mechanismen verfügbar sind.
Ausstattung von Leuchten mit LPRF-Technik
Die zunehmende Kompaktheit der Lösungen, der wachsende Integrationsgrad und das günstige Preisniveau sorgen dafür, dass stromsparende Wireless-Chipsätze inzwischen in die unterschiedlichsten Leuchten eingebaut werden können, damit sich diese direkt steuern lassen. Speziell angesichts der langen Lebensdauer von Leuchten auf LED- und Leuchtstoffbasis ist es folgerichtig, die Funk-Anbindung direkt in die Leuchte zu integrieren.
Temperaturfestigkeit
Moderne, effiziente Lichtquellen wie etwa LEDs und Energiesparlampen erzeugen zwar weniger Wärme als traditionelle Leuchtmittel wie zum Beispiel Glühlampen oder HID-Lampen. Für die in ihnen enthaltene Treiberelektronik stellen sie aber dennoch eine Einsatzumgebung mit hohem Temperaturniveau dar. Dies ist umso problematischer, je kompakter das betreffende Leuchtmittel ist (z. B. Energiesparlampen), zumal die Wärmeableit-Eigenschaften der jeweiligen Umgebung kaum kontrolliert werden können.
Hinzu kommt, dass die von LEDs erzeugte Wärme nicht abgestrahlt wird wie bei Glühlampen oder Gasentladungs-Lampen, sondern zwingend abgeleitet werden muss, nicht zuletzt um die überhitzungsempfindliche LED zu schützen. Das Problem, diese Wärme von der Treiber und Steuerelektronik fernzuhalten, verschärft sich hierdurch zusätzlich.
Die stromsparenden Funk und Treiber-ICs werden während des Betriebs des Leuchtmittels zwangsläufig hohen Temperaturen ausgesetzt. Diese Bauelemente müssen deshalb entsprechend gerüstet sein, auch bei hohen Temperaturen korrekt funktionieren und gute HF-Eigenschaften sowie eine hohe Spannungsqualität bieten. Für Temperaturen bis +85 °C qualifizierte Chipsätze kommen meist nicht in Frage. Eine Obergrenze von +125 °C reicht dagegen für die meisten Anwendungen aus, sofern es sich nicht um eine sehr kompakte Energiesparlampe handelt, die die Elektronik noch höheren Temperaturen aussetzt. Wichtig ist darüber hinaus, dass die ICs und ihre externen Bauelemente bei den zu erwartenden hohen Temperaturen für eine Lebensdauer spezifiziert sind, die der Lebensdauer des Leuchtmittels ebenbürtig ist.