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Gewinner der OE-A Competition 2021

14. April 2021, 09:52 Uhr   |  Heinz Arnold

Gewinner der OE-A Competition 2021
© InnovationLab

Die industrielle Fertigung der Einweg-Sensorfolie. Die gedruckte Drucksensor-Matrix ermöglicht die Überwachung der Beißdruckverteilung mit mehr als 1000 Pixeln, die mit einer Frequenz von bis zu 150 Hz ausgelesen werden. Das ist der OE-a eine Auszeichnung wert.

Der OE-A hat InovationLab als Gewinner in der Kategorie »Prototypes and New Products« ausgezeichnet.

Damit hat sich InnovationLab die Auszeichnung im Rahmen der OE-A Competition 2021 der Organic and Printed Electronics Association (OE-A) geholt.

Das Siegerprodukt ist »OccluSense« der Firma Bausch, ein dentales Druckmesssystem. OccluSense ist das erste digitale Artikulationspapier zur Messung der Okklusion (wie sich die Zähne einer Person berühren) mit medizinischer Zertifizierung (Klasse 1).

Das kompakte, batteriebetriebene Gerät besteht aus einer gedruckten Einweg-Sensorfolie und einer wiederverwendbaren Ausleseeinheit. Die gedruckte Drucksensor-Matrix ermöglicht die Überwachung der Beißdruckverteilung mit mehr als 1000 Pixeln, die mit einer Frequenz von bis zu 150 Hz ausgelesen werden. OccluSense sendet die Informationen dann drahtlos an eine Cloud, ein Tablet oder ähnliches. Das Produkt wurde bereits in über 60 Ländern verkauft.

»Es ist schon etwas Besonderes für uns, von dem weltweit anerkannten Verband für organische und gedruckte Elektronik OE-A ausgezeichnet zu werden, und es freut uns sehr, dass man Occlusense für diesen Award ausgewählt hat«, sagte Luat Nguyen, Geschäftsführer von InnovationLab.

Unternehmen und Institute aus 13 Ländern reichten ihre neuesten Produkte und Demos aus dem Bereich der organischen und gedruckten Elektronik ein. Eine internationale Expertenjury wählte die Gewinner in den drei Kategorien aus.

Alle eingereichten Produkte und Demos wurden vom 23. bis 25. März 2021 auf der LOPEC vorgestellt, der internationalen Plattform für gedruckte Elektronik, die in diesem Jahr online stattfand. Die virtuelle Preisverleihung findet am 15. April statt.

InnovationLab hat sich seit Anfang 2017 auf eine einzige Produktgruppe fokussiert: Sensoren.  Denn Sensoren werden laut Luat Nguyen im Zeitalter von IoT und Industrie 4.0 laut Nguyen in riesigen Stückzahlen gebraucht. Ob im Gesundheitswesen, in Automobilen, in Supermärkten, um die Verkaufsflächen zu digitalisieren, in der Logistik von Lagern bis hin zu vollständigen Smart Cities: Überall werden Sensoren benötigt – und zwar zu möglichst geringen Preisen, um viele von ihnen flächendeckend installieren zu können. Genau auf diese Zielmärkte hat sich InnovationLab auch fokussiert.

InnovationLab bietet in Heidelberg die Pilotfertigung in kleineren Stückzahlen an:  Vom Lab zur Fab – kurz »Lab2Fab« lautet das Motto. Die Fertigung in hohen Stückzahlen übernimmt Heidelberger Druckmaschinen. »So können wir mit unseren Partnern von der Idee über die Entwicklung und die Fertigung von Prototpyen und kleinen Stückzahlen nahtlos in die Volumenproduktion übergehen«, erklärte Luat Nguyen gegenüber Markt&Technik. »Wir haben eine Technologie entwickelt, mit deren Hilfe wir hier in Deutschland produzieren können – und das zu Preisen wie in China.« Die im August 2020 geschlossene Kooperation zwischen Heidelberger Druck und InnovationLab stelle deshalb für den Industriestandort Deutschland einen Durchbruch dar.

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