Teure Phased-Array-Technik überflüssig Holographic Beamforming macht 5G erst sinnvoll

KI-basierte Self-Organized Networks

Mit dem Millimeter-Repeater 5G Echo – seine beiden Teile werden innen und außen auf einer Fensterscheibe angebracht – lässt sich die volle Abdeckung mit über 1 Gbit/s erzielen: Das erlaube es, nicht weniger als 100 Haushalte pro Basisstation mit vollem Durchsatz und damit vollem 5G-Service zu versorgen: »Mobile Netze können jetzt mit Kabel- und Glasfaser-Techniken gleichziehen – und das zu einem viel günstigeren Preis.« Die Wohnungsinhaber könnten die Antennen sehr einfach installieren, sie müssen nicht an ein Netz für die Stromversorgung angeschlossen werden und mit ihrer dünnen und kleinen Bauform sei das auch ästhetisch kein Problem. »Eine Phased-Array-Antenne würde 600 W aufnehmen und das Glas schmelzen, wir liefern die gleiche Performance bei einer Leistungsaufnahme von 4 W«, führt Deutsch aus.

Vor allem ist Deutsch davon überzeugt, dass HBF sich zu einem wesentlichen Element für die Installation von 5G-Netzen entwickeln werde. Es hätte das Zeug, die gesamte Netzwerk-Topologie zu verändern. »Denn wenn HBF in den neuen 5G-Basistationen eingesetzt wird, reduzieren sich die Installationskosten, die Leistungsaufnahme, die Betriebskosten. Die kleinere Bauform trägt außerdem dazu bei, dass sich die Basisstationen besser in die städtische Umgebung einfügen lassen und höhere Akzeptanz finden.«

Jetzt werde es sogar möglich, eine intelligentes Beam-Management-System anzubieten, »denn wir wissen zu praktisch jedem Zeitpunkt, welche Teilnehmer gerade Broadband-Kapazitäten benötigen, wir arbeiten auch an Machine-Learning und KI, um die Parameter zwischen den Zellen nach Bedarf dynamisch ändern zu können.«

In der Vergangenheit sei sehr viel von Self-Organizing Networks (SON) gesprochen worden, funktioniert hätten sie im Grunde nicht. Das werde sich nun ändern. Zudem könnten die Antennen in Smart­phones und Tablets wandern. Außerdem haben die kurze Latenz und der hohe Durchsatz bereits die Automobilhersteller aufmerksam werden lassen. »Die Unternehmen, die sich mit der Entwicklung autonom fahrender Autos beschäftigen, schauen sich die HBF-Antennentechnik mit ihrer Option, die Teilnehmer dynamisch verfolgen und kontinuierlich mit über 1 Gbit/s versorgen zu können, derzeit sehr genau an.«