Qorvo 15 % weniger Umsatz wegen Huawei

Rechnet mit deutlichen Umsatzeinbußen durch den Ausfall des Geschäfts mit Huawei: Bob Bruggeworth, President und CEO von Oorvo.
Rechnet mit deutlichen Umsatzeinbußen durch den Ausfall des Geschäfts mit Huawei: Bob Bruggeworth, President und CEO von Oorvo.

Qorvo hat wegen des US-Lieferbanns gegen Huawei die Umsatzprognose für das erste Quartal 2020 deutlich gesenkt.

Und zwar von 780 bis 800 auf 730 bis 750 Mio. Dollar. Wie der Hersteller von HF-Komponenten weiter mitteilte, hat er alle Lieferungen an Huawei vorläufig eingestellt. Für das zweite Quartal 2020 nimmt Qorvo an, dass kein Umsatz mit Huawei gemacht werden kann und insgesamt das Niveau des ersten Quartals gehalten werde.

Qorvo hatte nach eigenen Angaben im Finanzjahr 2018 (Ende März) einen Umsatz von 469 Mio. Dollar allein mit Huawei erzielt, was 15 Prozent vom Gesamtumsatz entsprach.

Das Unternehmen ist gerade dabei zu prüfen, in wie weit die Maßnahmen des US-Handelsministeriums sich auf das Geschäft mit Huawei auswirken werden. Qorvo prüfe zudem, in wie weit beantragte Lizenzen Aussicht darauf haben, erteilt zu werden, die es erlaubten, weiterhin Produkte an Huawei zu verkaufen.

Am 7. Mai dieses Jahres hatte President und CEO Bob Bruggeworth anlässlich der Bekanntgabe der Ergebnisse des vierten Quartals 2019 noch davon gesprochen, dass Qorvo von mehreren langfristigen Trends profitieren werde, wozu er 5G, IoT und die steigenden Nachfrage nach ICs auf Basis von GaN zählte. Einen Tag zuvor hatte Qorvo die Übernahme von Active-Semi International abgeschlossen, über die das Unternehmen sich den Zugang zum Power-Management-Markt verschaffen will.

Der HF-Spezialist Qorvo war Anfang 2014 entstanden, als Triquint und RF Micro Devices sich im Rahmen eines 1,6-Mrd.-Dollar-Mergers zu dem neuen Unternehmen zusammengeschlossen hatten.