Infos per Handschrift ins Mobile Device Handschrift schlägt Tastatureingabe

Der Tablet-PC »Surface Pro 4« von Microsoft
Der Tablet-PC »Surface Pro 4« von Microsoft

Nach einer Studie der Universität Trondheim in Norwegen verarbeiten Lernende digitale Notizen mit dem Stift besser als über die Eingabe per Tastatur.

Die Eingabe digitaler handschriftlicher Notizen ist ein effizienteres Mittel zur Aufnahme von Informationen als die Nutzung einer Tastatur. Zu diesem Ergebnis gelangen Wissenschaftler der Norwegian University of Science and Technology (NTNU) in Trondheim in einer neuen Studie zur Hirnforschung. »2in1-Geräte wie der Tablet-PC ‚Surface Pro 4‘ oder das Laptop ‚Surface Book‘ rücken damit weiter in den Fokus von Lehrkräften und Dozenten«, kommentiert Henrik Schäfer, Leiter des Geschäftsbereichs Surface Devices & PC Zubehör bei Microsoft Deutschland. »Sie ermöglichen nämlich neben der Bedienung via Tastatur und Maus zusätzlich Touch-Eingaben mit Finger oder Stift.«

Angelehnt an vorangegangene Studien, die darauf schließen lassen, dass handschriftlich notierte Informationen in tieferen Arealen des Gehirns verarbeitet werden, führten die Professoren Audrey van der Meer und Ruud van der Weel von der NTNU ein zweimonatiges Forschungsprojekt mit Studenten durch. Die Studie fand zwischen März und Mai 2016 statt. Im Rahmen der Studie wurden 20 Master- und Bachelor-Studenten im Alter von 21 bis 25 Jahren gebeten, drei verschiedene Aufgaben (Tippen, Schreiben, Zeichnen) zu erledigen. Die Studenten verwendeten dabei ein »Surface Pro 4« und trugen eine mit über 250 Sensoren bestückte Kopfbedeckung, anhand derer die Hirnaktivitäten während der Studie aufgezeichnet wurden.

Die Ergebnisse belegen, dass die Studenten für die Zeichnungen mit einem Stift andere Bereiche des Gehirns nutzten als für die Eingabe ihrer Notizen mit der Tastatur des 2in1-Geräts. So zeigten die Untersuchungen, dass bei den Studenten tiefer liegende Areale im Gehirn aktiv waren, wenn sie handschriftliche und visuelle Notizen anfertigten. Aus vergleichbaren vorausgegangenen Studien ist bekannt, dass die Aktivierung der tiefer liegenden Hirnareale sich positiv auf das Lernen auswirkt.

»Die Forschungsergebnisse unterstreichen die Bedeutung des Stifts als wichtiges Instrument für das Lernen in einer Zeit, in der eine Vielzahl an Aufzeichnungen via Tastatur erstellt werden«, führt Schäfer aus. »Geräte wie das ‚Surface Pro 4‘ oder das ‚Surface Book‘ ermöglichen das Anfertigen handschriftlicher Notizen mit dem ‚Surface Pen‘, ohne dabei auf die Vorteile digitalen Lernens verzichten zu müssen.« Die Wissenschaftler geben nun die Empfehlung, weltweit in Klassenzimmern und Hörsälen wieder auf handschriftliche Aufzeichnungen mit dem Stift zu setzen.