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Software Alliance

Standardisierung gegen den großen IoT-Knall


Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Problembewusstsein fehlt - Gefahr groß

Leider ist das Problembewusstsein in der breiteren Öffentlichkeit noch gar nicht angekommen und auch die Unternehmen, die im IoT-Umfeld aktiv sind, haben die Sicherheitsaspekte bisher vernachlässigt. Denn für Sicherheit wollten die Anwender bisher nicht zusätzlich bezahlen. Oft senken zusätzliche Sicherheitsfunktionen die Leistungsfähigkeit der Systeme, erhöhen die Energieaufnahme und verursachen zusätzliche Kosten. Das sind nicht gerade Verkaufsargumente.

Andererseits sind die Gefahren groß. Steht ein Band eines Automobilherstellers aufgrund eines Hacker-Angriffs still, so ist das sehr teuer. Aber das fällt gegenüber Angriffen auf Hersteller von Arzneimitteln kaum ins Gewicht, denn dann sind schnell Menschenleben in Gefahr. Dasselbe gilt für Angriffe auf Infrastrukturen – etwa auf die Strom- und Wasserversorgung – und erst recht für autonom fahrende Autos.  

»Ich möchte mich in kein Auto setzen, das selbständig fährt, weil ich weiß, was passieren kann«, sagt Sergej Schlotthauer. Nun besteht die Hoffnung, dass eines der Ziele der Software Alliance – globale Standards zu setzen – mehr Sicherheit in die IoT- und Industrie-4.0-Welt bringt. Und es nicht erst zum großen Knall kommen muss, den Sergej Schlotthauer befürchtet. Vielleicht könnte er sich dann auch dazu überreden lassen, in ein autonom fahrendes Auto zu steigen. Allerdings müsste der Standardisierungsprozess zügig voran gehen. Bleibt zu hoffen, dass der Appell an die Regierungen nicht verhallt.


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