Sachsen und Thüringen an der Spitze

Ost-Hochschulen bei Patenten deutlich vor dem Westen

28. April 2026, 09:43 Uhr | Corinne Schindlbeck
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Ostdeutsche Hochschulen melden pro 1.000 Studierende 3,9 Patente an und liegen damit deutlich vor westdeutschen Unis mit 1,8 Anmeldungen. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Der Bundesdurchschnitt beträgt zwei Patente je 1.000 Studierende.

Bei Patentanmeldungen hängen ostdeutsche Hochschulen westdeutsche ab, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Innerhalb der ostdeutschen Bundesländer erreicht Sachsen mit 5,4 Patenten pro 1.000 Studierende den höchsten Wert, gefolgt von Thüringen mit 4,7. Am unteren Ende liegen Berlin und Nordrhein-Westfalen mit jeweils etwas mehr als einem Patent pro 1.000 Studierende.

TU Freiberg führt bei Einzelhochschulen

Im Ranking der einzelnen Hochschulen steht die Technische Universität Bergakademie Freiberg mit rund 24 Patentanmeldungen je 1.000 Studierende an erster Stelle. Die Technische Universität Ilmenau folgt mit 18 Anmeldungen und steigert sich damit deutlich gegenüber zuvor etwa 12 Patenten. Die Medizinische Hochschule Hannover erreicht 13 Anmeldungen.

Patentanmeldungen in fünf Jahren

Insgesamt haben deutsche Hochschulen innerhalb von fünf Jahren knapp 5.000 Patente angemeldet. Die meisten Anmeldungen entfallen auf die Technische Universität Dresden mit rund 300, gefolgt von der Technischen Universität München mit knapp 230 und der RWTH Aachen mit 220 Patenten.

Kooperationen als wichtiger Faktor

Ein wesentlicher Unterschied zu anderen Patentanmeldern liegt in der Zusammenarbeit: Fast jedes dritte Hochschulpatent entsteht in Kooperation mit Partnern, während es bei anderen Anmeldern nur etwa jedes zwanzigste ist. Große Unternehmen sind an mehr als einem Drittel dieser Kooperationen beteiligt.

„Wer heute ein Patent anmeldet, bringt häufig morgen ein neues Produkt auf den Markt. Für Unternehmen sind Hochschulen damit wichtige Ideenschmieden“, so IW-Experte Oliver Koppel.

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