TÜV-Weiterbildungsstudie

Jedes zweite Unternehmen hat KI-Schulungsbedarf

13. Mai 2026, 09:41 Uhr | Corinne Schindlbeck
In der Wirtschaft tut sich ein neuer digitaler Graben auf: zwischen Unternehmen, die Künstliche Intelligenz (KI) einsetzen, und solchen, die das noch nicht tun.
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Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland setzt generative KI im Arbeitsalltag ein. Gleichzeitig sieht jedes zweite Unternehmen einen hohen Weiterbildungsbedarf beim Thema Künstliche Intelligenz.

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56 Prozent der befragten Unternehmen nutzen generative KI-Anwendungen wie ChatGPT, Gemini, Claude oder Copilot. Von diesen Unternehmen berichten 54 Prozent, dass Produktivität und Effizienz durch den KI-Einsatz stark oder sehr stark steigen. Über alle Unternehmen hinweg liegt dieser Wert bei 36 Prozent, bei Unternehmen ohne Nutzung generativer KI bei 14 Prozent.

Das geht aus der „TÜV Weiterbildungsstudie 2026“ hervor, für die Forsa im Auftrag des TÜV-Verbands 500 Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitern befragt hat.

31 Prozent der KI-nutzenden Unternehmen geben an, dass Tätigkeiten durch KI automatisiert werden. Über alle befragten Unternehmen hinweg sind es 21 Prozent. 47 Prozent der KI-Anwender berichten von angepassten oder neu gestalteten Arbeitsabläufen und Entscheidungsprozessen. Im Gesamtschnitt liegt dieser Wert bei 31 Prozent.

28 Prozent aller Unternehmen sehen durch den KI-Einsatz veränderte Wettbewerbsbedingungen in ihrer Branche. Unter den Unternehmen mit KI-Nutzung liegt der Anteil bei 40 Prozent.

Hoher Qualifizierungsbedarf

50 Prozent der Unternehmen sehen einen hohen oder sehr hohen Weiterbildungsbedarf im Bereich KI. Besonders ausgeprägt ist dieser bei Unternehmen, die bereits KI einsetzen (71 Prozent), sowie bei Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern (70 Prozent).

Bei den Weiterbildungszielen stehen Grundlagen und praktische Anwendung im Vordergrund. 72 Prozent nennen anwendungsorientiertes KI-Wissen, 67 Prozent ein grundlegendes Verständnis der Technologie. 39 Prozent sehen Bedarf bei der Integration von KI in Unternehmensprozesse, 38 Prozent bei fortgeschrittenen Kenntnissen für unternehmensspezifische KI-Werkzeuge.


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