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LinkedIn-Analyse

Tech-Jobs bleiben Männerdomäne

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© LinkedIn Economic Graph

Frauen drohen in vielen Tech-Jobs wie KI oder Software Engineering den Anschluss zu verlieren, zeigt eine Analyse von LinkedIn. Frauen Wege in diese Berufe aufzuzeigen und sie zu ermutigen, ist eine der wichtigsten Gegenmaßnahmen.

LinkedIn hat für die neueste Ausgabe des Global Gender Gap Reports des World Economic Forum 99 Jobs aus 20 Arbeitsmärkten identifiziert, die in den letzten Jahren besonders stark gewachsen sind, darunter Produktentwicklung, Cloud Computing, Software Engineering sowie Daten und Künstliche Intelligenz. Obwohl diese Felder einen hohen Zustrom an neuen Arbeitskräften verzeichnen, herrscht aber aktuell nur in zwei von ihnen Geschlechter-Parität, nämlich im Personalwesen und der Content Produktion.

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Die Grafik zeigt, dass es vor allem die technischen Zukunftsjobs sind, in denen Frauen unterrepräsentiert sind. (Für Ansicht bitte auf das Bild klicken).
© LinkedIn Economic Graph

Besonders in den Tech-Bereichen machen Frauen nur einen geringen Anteil der Arbeitskräfte aus, bei stagnierenden Zahlen: So sind nur 14,2 Prozent der Arbeitnehmer im Bereich Cloud Computing Frauen, ein Anstieg um lediglich 0,2 Prozent seit 2018, und 32,4 Prozent bei Daten und KI, ein Rückgang um 0,1 Prozent. In diesen Clustern sind die Geschlechterunterschiede besonders stark in Rollen, die disruptive, technische Fähigkeiten erfordern wie Full Stack Developer, Data Engineers oder Cloud Engineers.

Frauen streben erheblich häufiger in Felder, in denen bereits viele Frauen arbeiten. Die Cluster, in denen größtenteils Männer arbeiten, ziehen hingegen wenige Frauen an. Und es scheint zudem für Frauen schwieriger zu sein, in diese Bereiche einzusteigen, als für Männer. Den LinkedIn-Zahlen zufolge haben 22% der Männer, die in den Bereich Cloud Computing wechseln eine niedrige Profilübereinstimmung, aber nur 9% der Frauen. Umgekehrt würden Frauen doppelt so häufig wie Männer mit einer hohen Profilübereinstimmung in diesen Bereich wechseln.

»In unseren Auswertungen wird auch deutlich, dass die Anforderungen an Frauen für einen Wechsel in diese Tech-Jobfelder höher sind als an Männer. Ihre LinkedIn Profile weisen mehr Gemeinsamkeiten mit denen der Mitglieder auf, die bereits in dem Cluster tätig sind, als die der Männer, die in diese Bereiche wechseln«, so Kristin Keveloh, Senior Manager, Public Policy and Economic Graph bei LinkedIn. »Unsere Analysen zeigen auch, dass sich diese Dynamik nicht ändert – seit 2018 ist die Repräsentation von Frauen in diesen Bereichen weitestgehend unverändert.«

Dabei sei es gesellschaftlich extrem wichtig, dass auch Frauen die Produkte und Dienstleistungen von morgen entwickeln. Es müssten daher Möglichkeiten geschafft werden, um Mädchen und Frauen Wege in diese Berufe aufzuzeigen, sie auf diesen Wegen ermutigen und etwaige Barrieren schneller abbauen.«, so Keveloh.

Markt&Technik hat aus diesem Grund eine Serie gestartet, die Frauen in der Elektronik zeigt. 

WomeninTech - Wir zeigen die inspirierenden 'Role Models' aus der Elektronik

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