Schwerpunkte

Corona-Schnelltests am Arbeitsplatz 

Die Mehrheit wird noch nicht getestet 

06. April 2021, 10:57 Uhr   |  Corinne Schindlbeck

Die Mehrheit wird noch nicht getestet 
© Siemens Healthineers

Mittlerweile sind diverse Schnelltests auf dem Markt. Der Clinitest Covid-19-Antigen-Schnelltest von Siemens etwa kann auch mit Abstrichen aus dem vorderen Teil der Nase durchgeführt werden und liefert ein Ergebnis in 15 Minuten.

Laut  Bund-Länder-Beschluss vom 3. März sollen Arbeitgeber allen in Präsenz Beschäftigten mindestens einmal pro Woche einen kostenlosen Schnelltest anbieten. Doch offenbar läuft das Testprogramm bisher nur schleppend an. 

Erst 23 Prozent der Beschäftigten haben Zugang zu Corona-Tests am Arbeitsplatz, zeigt eine nicht-repräsentative Auswertung von 2832 Datensätzen des Portals Lohnspiegel.de, das vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird.

Nur 23 Prozent der befragten Beschäftigten berichteten in der zweiten Märzhälfte, dass alle Präsenzbeschäftigten in ihrem Betrieb schon mindestens einmal pro Woche einen Schnelltest machen können. Für 6 Prozent werden Schnelltests zwar schon angeboten, jedoch noch nicht im vorgesehenen Umfang.

Weitere 17 Prozent geben an, dass der Arbeitgeber die Einführung von Schnelltests bereits angekündigt, aber noch nicht umgesetzt hat. Für die Mehrheit (54 Prozent) gibt es hingegen weder betriebliche Schelltests, noch sind diese angekündigt.

Allerdings sind betriebliche Schnelltests für Präsenzbeschäftigte auch mit dem Bund-Länder-Beschluss vom 22. März auch noch nicht verbindlich eingeführt worden. Stattdessen setzt die Politik bei den Unternehmen weiter auf Freiwilligkeit.

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