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Trägerraketen für Satelliten

Porsche SE investiert in Raketen-Startup Isar Aerospace

28. Juli 2021, 11:47 Uhr   |  dpa/newsdesk sc

Porsche SE investiert in Raketen-Startup Isar Aerospace
© Isar Aerospace /dpa

Das computergenerierte Bild zeigt eine «Spectrum»-Rakete des Raketenbauers Isar Aerospace aus Ottobrunn bei München.

Elon Musk und Jeff Bezos bekommen Konkurrenz: Die VW-Eigentümerholding Porsche Automobil Holding SE steckt Geld in das bayerische Raketen-Start-Up Isar Aerospace. Noch hat dieses keine Satelliten ins Weltall gebracht, plant aber den ersten Raketenstart für das kommende Jahr.

Die Stuttgarter Beteiligungsgesellschaft der Volkswagen-Eigentümerfamilien Porsche und Piëch erwirbt mit dem Investment einen Anteil im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Isar Aerospace entwickelt und produziert Trägerraketen für den Transport von Satelliten.

«Als Investor mit Fokus auf Mobilitäts- und Industrietechnologien sind wir davon überzeugt, dass der kostengünstige und flexible Zugang zum Weltall für Innovationen in vielen Industriebereichen sorgen wird», sagte der bei der Porsche SE für Beteiligungen zuständige Manager Lutz Meschke am Mittwoch.

Isar Aerospace hat bislang noch keine Satelliten ins Weltall gebracht, plant aber den ersten Raketenstart für das kommende Jahr.

Die vom Unternehmen entwickelte Rakete «Spectrum» soll eine besonders kostengünstige und zeitlich flexible Transportmöglichkeit für Satelliten bieten. Kostenvorteile gegenüber Trägerraketen sollen insbesondere mit einem hohen Automatisierungsgrad in der Herstellung der Raketen erreicht werden.

Isar Aerospace begibt sich damit in einen Markt, der zuletzt immer stärker von Firmen wie SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk ins Auge gefasst wurde. Auch die Raumfahrtfirma Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos setzt auf kostengünstige Raketentechnologie, um Geräte und Touristen ins All zu bringen.

Die Beteiligung der Porsche SE wurde im Rahmen einer neuen Finanzierungsrunde abgeschlossen, bei der Isar Aerospace aus Ottobrunn bei München rund 75 Millionen US-Dollar (63,5 Mio Euro) bei der Porsche SE und weiteren Investoren einsammelte. Insgesamt hat das Unternehmen bisher Gelder von gut 180 Millionen Dollar eingeworben.

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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH