Netzverstärkung

House of Intel

28. Januar 2022, 10:00 Uhr | Weka now
Blick in den Sitzungssaal des Gerichts der Europäischen Union
Blick in den Sitzungssaal des Gerichts der Europäischen Union
© Gerichtshof der Europäischen Union*

Intel siegt vor Gericht gegen die EU, der Elektronikindustrie fehlt der Nachwuchs und ein Roboter erfindet den Schwimmantrieb neu. Das sind unter anderem die Themen der aktuellen Ausgabe von »Netzverstärkung: Die Woche aus der Sicht von elektroniknet.«

Netzverstärkung - Die Woche aus Sicht von elektroniknet (KW4/2022): Intel siegt vor Gericht gegen die EU, der Elektronikindustrie fehlt der Nachwuchs und ein Roboter erfindet den Schwimmantrieb neu. Das sind unter anderem die Themen der aktuellen Ausgabe.

Kurz & kompakt: Die Meldungen der Woche

Gewinner der Woche

Intel will zurück zur alten Stärke und geht dafür in die Offensive. Für satte 20 Milliarden Dollar will der Konzern im US-Bundesstaat Ohio nicht weniger als die »größte Chip-Fabrik des Planeten« aus dem Boden stampfen. Und damit technologisch wieder zu TSMC aufschließen. Der taiwanesische Auftragsfertiger hat den US-Konkurrenten in den vergangenen Jahren weit hinter sich gelassen.

Einen anderen Kampf konnte Intel bereits für sich entscheiden. 2009 hatte die EU-Kommission eine Milliardenstrafe gegen den Chiphersteller verhängt. Ihm wurde vorgeworfen, dass er versucht habe, Konkurrenz rechtswidrig aus dem Markt zu drängen. Das Gericht der EU erklärte die Geldstrafe diese Woche für nichtig. Die Begründung: »Die Kommission habe Einwände von Intel nicht ausreichend geprüft«

Sorgenkind der Woche

Die schrumpfende Bevölkerung, Digitalisierung und Klimawandel strapazieren den Jobmarkt. Die Elektronikindustrie hat aber noch ein anderes Problem. Gerade bei jungen Talenten steht sie nicht sonderlich hoch im Kurs. »Die Branche scheint tatsächlich ein gewaltiges Image-Problem zu haben«, sagt elektroniknet-Redakteurin Corinne Schindlbeck. Während andere Bereiche, zum Beispiel die Informatik, als modern angesehen werden, gilt die E-Technik als verstaubt. Das beweisen auch die Studienanfängerzahlen, die 2021 nochmals zurückgeganen sind. Aber vielleicht liegt es auch an den Gehaltsvorstellungen. Einer aktuellen Studie zufolge glauben viele Abiturienten und Abiturientinnen, dass ein Elektronikingenieur nur 2000 Euro im Monat verdient. »Dass es in der Realität natürlich deutlich mehr ist, zeigt jährlich unser Gehaltsreport«, so Schindlbeck.

P.S.: Nicht nur in der Industrie gibt es spannende Jobs. Auch wir suchen technikaffine und medienbegeisterte Talente. Alle aktuellen Stellenangebote finden Sie im Weka-Karriereportal.

Abgetaucht

Schwimmen und Tauchen ist alles eine Frage der Technik. Vielleicht lohnt sich für den nächsten Schwimmbad-Besuch ein Blick auf »Velox«. Das Amphibienfahrzeug wird statt von Schiffsschrauben von flossenähnlichen Strukturen angetrieben. Was witzig aussieht, hat im Wasser einige Vorteile. Es bietet bei gleicher Energie einen bis zu dreimal höheren Schub, reduziert die Lautstärke sowie die Belastungen für die Umwelt. Hinzu kommt, dass sich Seepflanzen und Abfall nicht verfangen können – Manövrierunfähigkeit de facto ausgeschlossen.

*Titelbild: G. Fessey/©CJUE


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