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Embedded Software

5 Updates für Tools und Produkte

Software Code
© shutterstock.com

Im Bereich Embedded Hardware ist gerade viel los – von COM-HPC über KI-Applikationen bis hin zu Edge-Geräten. Aber was wäre die Hardware wert ohne die passende Software dazu? Nicht viel – deshalb stellen wir Ihnen hier 5 News aus dem Bereich der Embedded Software vor.

Mit dem Testwerkzeug »Tessy« von Razorcat lässt sich ganz einfach Embedded Software in C/C++ entwickeln. Ab sofort ist das Release 5.0 verfügbar. Es wartet mit einigen optimierten Funktionen auf – doch allen voran ist das Tool ab sofort als Linux-Version verfügbar. Als erste Linux-Distribution unterstützt Razorcat Ubuntu 20.04 von Canonical – ebenfalls als »Focal Fossa« bekannt. Weiterhin unterstützt Tessy zunächst den GNU/GCC-Compiler sowie den Eclipse-Debugger. Zudem folgende Compiler/Target-Umgebungen:

Relevante Anbieter

Razorcat_TESSY_5.0
Ab sofort ist Tessy 5.0 von Razorcat verfügbar.
© Razorcat
  • Arm V6/Arm Development Studio
  • Arm V6/DS-5
  • Green Hills Arm/Green Hills Multi
  • Green Hills Arm/Lauterbach Trace32
  • Linaro GNU Arm/Arm Development Studio
  • Linaro GNU Arm/DS-5

Weitere Compiler/Target-Umgebungen für Linux unterstützt Razorcat bei Bedarf sukzessive.

QA Misra Benutzeroberfläche
Die statische Analyse mit QA‐Misra findet gefährliche Strukturen und zeigt frühzeitig Probleme an.
© QA Systems | AbsInt

Neues Code-Analyse-Tool

Codier-Richtlinien wie Misra zu prüfen, ist nicht immer leicht. Aus dem Grund haben QA Systems und AbsInt Angewandte Informatik eine Kooperation geschlossen und bringen ein neues Analyse-Tool auf den Markt: »QA-MISRA«. Beide Unternehmen bringen ihre langjährige Expertise in der statischen Code-Analyse in das neue Tool ein – je früher Entwickler Fehler im Code entdecken, desto besser. Aus dem Grund hat AbsInt einen statischen Checker für Codier-Regeln entwickelt. Vertrieben wird das Tool QA-Misra von QA Systems.

Bereits heute erkennt das Tool 900 potenzielle Probleme im Source Code. Die statische Analyse mit QA‐Misra findet gefährliche Strukturen und zeigt frühzeitig Probleme an. Selbst umfangreiche Software-Pakete analysiert QA‐Misra schnell und detailliert. Große und kleine Projekte können Entwickler so auf Qualität und Einhalten der geforderten Richtlinien überprüfen. Das vereinfacht das Qualitätsmanagement und hilft dabei, wichtige Sicherheitsstandards zu erfüllen. Zudem ist das Tool voll in QA Systems Test-Werkzeug »Cantata« integrierbar. Es prüft automatisch C‐ oder C++‐Code auf Einhalten der Misra‐ und Autosar‐Regeln sowie der Standards: SEI CERT C/C++, Common  Weakness Enumeration (CWE), ISO/IEC TS 17961, Hersteller‐Initiative Software (HIS Metriken) und weitere.

Tracealyzer verwenden
Im Rahmen der Anpassungen hat Percepio seinen Trace-Recorder in ThreadX integriert.
© Percepio

Erweiterte Möglichkeiten für Tracealyzer

Percepio erweitert seine Unterstützung von Microsoft Azure und »Azure RTOS ThreadX« in Tracealyzer. Beides soll das Entwickeln und Debuggen von Azure-basierten IoT-Systemen erleichtern. Im Rahmen der Anpassungen hat Percepio seinen Trace-Recorder in ThreadX integriert, womit das Tool das Aufzeichnen im Streaming-Modus unterstützt. Hiermit können Entwickler die Trace-Daten kontinuierlich an das Host-System übertragen und dort speichern. ThreadX-Nutzer können ab sofort längere Software-Traces erfassen, die sich möglicherweise über Stunden oder gar Tage erstrecken. Anwendungsgebiete hierfür sind beispielsweise Burn-in-Tests, das Profiling sowie das Suchen nach selten auftretenden Fehlern. Der Streaming-Support ermöglicht überdies das Anzeigen eines Trace in Echtzeit unmittelbar beim Aufzeichnen.

Außerdem erweitert Percepio die Integration von Tracealyzer und seinem Cloud-Service DevAlert: Er läuft ab sofort ebenfalls auf Microsoft Azure. DevAlert-Anwender, die sich beim Deployment auf Azure stützen, können etwaige Probleme in ihren Geräten sehen und die zugehörigen Software-Traces herunterladen und analysieren – alles direkt in Tracealyzer. Die verbesserte Azure-Unterstützung ist laut Hersteller mit dem bevorstehenden Release von Tracealyzer v4.6 verfügbar.

Compliance_Suite_for_STM32
IAR Systems und Secure Thingz erweitern sein Produkt ab sofort auf die Microcontroller-Serie STM32 von STMicroelectronics.
© IAR Systems

Compliance Suite für STM32 MCUs adaptierbar

Derzeit stellt das Einhalten der weltweit sehr rasch eingeführten Gesetze zur IoT-Sicherheit und -Datenschutz viele Entwickler vor Herausforderungen. Aus dem Grund bietet die Compliance Suite von IAR Systems und Secure Thingz Entwicklungstools, praktische Anleitungen sowie das Wissen für ein schnelles Erstellen von Applikationen. Allen voran, um die gesetzlichen Security-Vorgaben einzuhalten. So bedient die Compliance Suite zum Beispiel den US Cyber Security Improvement Act (NISTIR 8259), den europäischen Consumer-IoT-Security-Standard ETSI EN 303 645, den UK & Australian 13 Best Practices sowie den indischen Code of Practice for Securing Consumer Internet of Things (TEC31318:2021).

IAR Systems und Secure Thingz erweitern ihr Produkt ab sofort auf die Microcontroller-Serie STM32 von STMicroelectronics. So bietet sie eine Reihe von Security-Entwicklungstools, die alle in die IAR Embedded Workbench integriert sind. C-Trust und vorkonfigurierte Sicherheitskontexte gewährleisten, dass alle erforderlichen Sicherheits- und Verschlüsselungsfunktionen automatisch in eine Applikation integrierbar sind. So gehen Entwickler sicher, dass sie die Kontrolle über den Systembetrieb heute und in Zukunft behalten. Außerdem enthält das Tool einen Secure Boot Manager, der den gesamten Boot-Prozess zum Schutz des Geräts absichert. Praktische Anleitung bietet ein Paket mit Kursen, den die internen Sicherheitsexperten von Secure Thingz abhalten.

iSYSTEM_winIDEA_Profiler
Die Packages enthalten mehrere Workspaces mit voraufgezeichneten Beispiel-Traces.
© iSystem

Entwickeln mit Autosar vereinfachen

Eine Reihe von kostenlosen Profiler Packages für verschiedene Autosar Embedded-Echtzeitbetriebssysteme stellt iSystem vor. Software-Entwickler können die Pakete nutzen, um die Timing-Analyse-Fähigkeiten des »winIDEA« Analyzers zu evaluieren und so ihren Code optimieren. Die Pakete bestehen aus Konfigurationsbeispielen, Skripten sowie voraufgezeichneten Beispiel-Traces. Aktuell bietet iSystem Profiler Packages für die Betriebssysteme »EB tresos AutoCore OS«, »ETAS RTA-OS« sowie »Vector Microsar« auf unterschiedlichen Prozessorarchitekturen an. Zum Beispiel für Infineons »Aurix TC399XE« oder NXPs »S32K148«.

Die Packages enthalten mehrere Workspaces mit voraufgezeichneten Beispiel-Traces. Sie zeigen, wie die Analyse von OS-Trace-Aufzeichnungen funktioniert. Hiermit können sich Entwickler ein Bild davon machen, welche Analyse-Anwendungsfälle möglich sind und welche sie mit winIDEA abdecken können. Zudem sind die Pakete an kundenspezifische Applikationen anpassbar. Hierzu enthalten die Pakete Skripte zur Vorkonfiguration der winIDEA-Umgebung.

Beispielsweise bietet iSystem für das Microsar-Betriebssystem zwei Pakete an: Das Instrumentierungs-Paket hilft Entwicklern beim Aufzeichnen von Laufzeitdaten auf Infineon Aurix MCUs. Mit dem Inspektor-Paket und einem BlueBox-Debugger können Anwender Aurix-Mikrocontrollern der ersten oder zweiten Generation (TC2xx oder TC3xx) ohne Instrumentierung Profiler-OS-Task-Zustände aufzeichnen.


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Razorcat, iSystem AG, AbsInt Angewandte Informatik GmbH