Neue Debug-Funktionen

UDE unterstützt Automotive-MCU von Renesas

17. März 2022, 16:00 Uhr | Tobias Schlichtmeier
UDE PLS
Ab sofort unterstützt PLS' UDE die »RH850/U2A«-MCUs von Renesas.
© PLS Programmierbare Logik & Systeme

Mit der aktuellen Version der Universal Debug Engine (UDE) stellt PLS Programmierbare Logik & Systeme Entwicklern ab sofort umfangreiche Funktionen für das Multicore-Debugging der »RH850/U2A«-Automotive-MCU von Renesas bereit.

Der als Cross-Domain-Controller konzipierte, mit bis zu 16 MB Flash-Speicher und 3,6 MB SRAM ausstattbare Microcontroller erlaubt die Integration von mehreren Applikationen auf einen Chip. Hierbei entspricht er allen Ansprüche an die funktionale Sicherheit und Cyber-Security. Mit seinen bis zu vier Kernen, die sich mit jeweils 400 MHz takten lassen und im Lockstep-Betrieb arbeiten, bietet der »RH850/U2A« des Herstellers Renesas eine hohe Rechenleistung bei gleichzeitig niedriger Leistungsaufnahme. Für anspruchsvolle Timer-Aufgaben und die in Automotive-Applikationen üblicherweise erforderliche umfangreiche Signalverarbeitung befindet sich zudem ein von Bosch entwickeltes Generic Timer Module (GTM) auf dem Chip.

Die anwenderfreundliche, weil intuitiv bedienbare Benutzeroberfläche der UDE von PLS Programmierbare Logik & Systeme erleichtert die Applikationsentwicklung für die MCUs deutlich. So ermöglicht sie beispielsweise das Steuern aller Cores für das Debugging, den Test und für tiefgreifende Systemanalysen innerhalb einer Debugger-Instanz. Es ist also nicht erforderlich, separate Debugger-Instanzen für die einzelnen Kerne des RH850/U2A zu öffnen.

Abhängig von der Softwarearchitektur und der Partitionierung der Applikationen gestattet die UDE dem Entwickler, die Cores der MCU entweder alle gemeinsam, in Gruppen oder einzeln zu kontrollieren. Einzeln geschieht das über traditionelles Run-Mode-Debugging, das heißt über Breakpoints oder Single-Step-Betrieb. Alle Kerne einer solchen Run-Control-Gruppe lassen sich nahezu synchron starten und stoppen. Das garantiert immer einen konsistenten Zustand der jeweiligen Applikation während des Debuggens. Erstmalig ist es möglich, mehrere Gruppen für die Synchronisierung der Cores zu definieren, zum Beispiel mit jeweils zwei Cores pro Gruppe. Mithilfe der Funktion können Entwickler sogar Applikations-Cluster innerhalb der Debug-Umgebung direkt abbilden.

Darüber hinaus wird das Debuggen komplexer Applikationen durch Multi-Core-Breakpoints in gemeinsam genutztem Code unterstützt. Ein Multi-Core-Breakpoint wirkt völlig unabhängig davon, welcher Core der zugehörigen Run-Control-Gruppe den betreffenden Code gerade ausführt. Über Einstelldialoge innerhalb der UDE lassen sich zudem die umfangreichen Trigger-Möglichkeiten, die das On-Chip-Debug-System des RH850/U2A bietet, vollumfänglich nutzen. Entwickler können so beispielsweise eigene Breakpoints realisieren, die auf komplexen Bedingungen und sogar auf Statemachines basieren.

Die Programmierung des bis zu 16 MB großen internen Flash-ROMs erfolgt über das in die UDE integrierte »MemTool«. Das vielseitig nutzbare Werkzeug bietet neben seiner Standardfunktion spezielle Unterstützung für die spezifischen Konfigurations- und Security-Settings sowie für die Flash-Sector-Protection.

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