ZVEI

Leiterplattenumsatz wieder auf Vorkrisenniveau

15. Dezember 2010, 16:36 Uhr | Karin Zühlke

Der Umsatz der Leiterplattenhersteller stieg im September 2010 gegenüber dem Vormonat um neun Prozent. Das berichtet der ZVEI-Fachverband PCB and Electronic Systems. Verglichen mit dem Vorjahresmonat beträgt die Umsatzsteigerung 37 Prozent, kumuliert über die ersten drei Quartale sind es 35 Prozent.

In der im September zu Ende gehenden Ferienzeit haben vielen Unternehmen versucht, durch Sondermaßnahmen die hohen Auftragsbestände zu reduzieren, da weiter ansteigende Lieferzeiten für die Abnehmer kaum zu akzeptieren waren. Dadurch stiegen die Umsätze saisonunüblich auch in diesem Monat. In den ersten drei Quartalen wurde insgesamt fast die gleiche Umsatzhöhe wie im Gesamtjahr 2009 erreicht.

Der Auftragseingang war fünf Prozent höher als im Vormonat August und 26 Prozent höher als im September 2009. Der Wert der in den ersten drei Quartalen aufgelaufenen Bestellungen war knapp doppelt so hoch wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Auftragseingänge lagen damit nur 2,5 Prozent unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2008. Die Bestellungen sind sehr uneinheitlich und stark von der Ausrichtung des jeweiligen Leiterplattenherstellers abhängig. Besonders Großserienhersteller melden ‚Normalisierungstendenzen‘, d. h. Rücknahme von Vorratsbestellungen.

Aufgrund der wieder als saisonüblich anzusehenden Auftragseingänge bei gleichzeitig steigenden Umsätzen fiel das Book-to-Bill-Ratio auf 0,92. Für die kommenden Monate erwartet der ZVEI einen ähnlichen Wert, da die hohen Auftragsbestände nun abgearbeitet werden müssen. Die Mitarbeiterzahl legte im September gegenüber dem Vormonat erneut um fast zwei Prozent zu, da Sondermaßnahmen zum Auftragsbestandsabbau zusätzliches Personal erforderlich machten.

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