Sick: Automotive-Geschäft von Ibeo verselbstständigt

Im Zuge eines Management-Buy-out überführt Sick den Produktbereich Automotive seiner Tochtergesellschaft Ibeo Automobile Senor GmbH in die neu gegründete Ibeo Automotive Systems GmbH, die Anfang dieses Jahres ihr operatives Geschäft aufgenommen hat.

Hauptziel der neu gegründeten Gesellschaft ist die Weiterentwicklung der Laserscanner-Technologie zum Serieneinsatz in Fahrerassistenz-Anwendungen für Kraftfahrzeuge. »Die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von Komponenten für den serienmäßigen Einbau in Pkw und Lkw folgt anderen Regeln als der industrielle Sektor, in dem der Sick-Konzern überwiegend tätig ist«, erläutert Robert Bauer, Vorstandsvorsitzender von Sick. »Die Übernahme des Teilbetriebs Automotive durch die Führungsmannschaft der ehemaligen Ibeo Automobile Sensor GmbH ermöglicht es uns, in diesem Markt die Serieneinführung der Laserscanning-Technologie zur Unterstützung des Fahrers zu beschleunigen«, ergänzt Ulrich Lages, Geschäftsführer von Ibeo Automotive Systems.

Im Jahr 2000 erwarb Sick den Hamburger Laserscanning-Spezialisten, um sein Technologie-Portfolio im Bereich Lichtlaufzeitmessung (Time-of-Flight-Technologie) zu erweitern. Allein in den letzten fünf Jahren konnte Sick in diesem Marktsegment Wachstumsraten von bis zu 20 Prozent verbuchen. Aus diesem Grund soll die Weiterentwicklung dieser Technologie - trotzt des Management-Buy-outs - ein gemeinsames Arbeitsgebiet innerhalb des Konzerns bleiben. Daher beabsichtigen Ibeo Automotive Systems und Sick eine enge Kooperation auf diesem Gebiet und das sowohl für industrielle wie auch automobile Anwendungen.

Die Geschäftsführung der neuen Gesellschaft übernimmt der langjährige Geschäftsführer und Mitbegründer der Ibeo Automobile Sensor GmbH, Ulrich Lages. Mit weiteren 20 Mitarbeitern des ehemaligen Automotive-Teams will er das Geschäft der neuen Gesellschaft weiter vorantreiben. »In den vergangenen Jahren haben wir bei der Laserscanning-Technologie immer kleinere Baugrößen und eine immer größere Leistungsfähigkeit der Systeme realisieren können. Unsere Sensoren haben jetzt das Potenzial zur Serieneinführung erreicht, um den Fahrer in kritischen Situationen wie automatischen Notbremsungen zu unterstützen, das automatisierte Anfahren und Abbremsen in Stausituationen zu übernehmen und die Sicherheit beim Fahren im dichten Großstadtverkehr zu erhöhen. Daher konzentrieren wir uns voll auf das Ziel einer zügigen Markteinführung«, so Lages über seine Pläne.