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Harting zieht positives Resümee

»Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden«

07. Dezember 2020, 08:46 Uhr   |  Corinna Puhlmann-Hespen

»Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden«
© Harting

Der Harting-Vorstand hält für das laufende Geschäftsjahr 2020/21 ein moderates Umsatzplus im leicht einstelligen Bereich für möglich. Von links: Dr. Michael Pütz, Andreas Conrad, Margrit Harting, Dietmar Harting, Maresa Harting-Hertz, Philip Harting und Dr. Kurt. D. Bettenhausen.

Trotz der Corona-Pandemie konnte Harting im Geschäftsjahr 2019/20 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent auf 759 Mio. Euro steigern. Die regionalen Unterschiede sind groß.

»Wir haben der globalen Corona-Pandemie getrotzt. Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden«, sagt der Vorstandsvorsitzender Philip Harting. Da die Corona-Lage weiterhin das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben bestimmen wird, erwartet der CEO für die Technologiegruppe ein herausforderndes Geschäftsjahr 2020/21, das bei Harting am 1. Oktober 2020 begonnen hat.

Große regionale Unterschiede

Die Regionen, in denen Harting weltweit tätig ist, haben sich im Geschäftsjahr 2019/20 unterschiedlich entwickelt. Neben Rückgängen gab es auch deutliches Wachstum.

  • Der Umsatz in Europa (ohne Deutschland) und dem Nahen Osten sowie Afrika, auch EMEA genannt, blieb mit 278 Mio. € stabil.

  • In Deutschland ging der Umsatz um 8 Prozent auf 197 Mio. € (Vorjahr: 214 Mio. €) zurück.

  • In der Region Asien stieg der Harting-Umsatz kräftig um 9 Prozent auf 202 Mio. € (Vorjahr: 186 Mio. €).

  • Noch deutlicher fiel der Zuwachs in der Region Americas mit einem Plus von 15 Prozent auf 82 Mio. € (Vorjahr: 72 Mio. €) aus.

Weltweit hat das Unternehmen  205 neue Stellen geschaffen, so dass die Zahl der Mitarbeitenden (einschließlich Auszubildende) im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 5.473 angestiegen ist. Das entspricht einem Plus von 3,9 Prozent. 

Blick auf die Zukunftsthemen

Die Harting-Technologiegruppe nennt expliziert drei Zukunftsthemen: DC Industrie, E-Mobility und Single Pair Ethernet. Diese Trends fasst das Familienunternehmen unter dem Begriff „Connectivity+" zusammen.    

Gleichstrom statt Wechselstrom

Harting fokussiert sich auf das Thema „Gleichstrom-Infrastruktur“ und arbeitet im Forschungsprojekt „DC-Industrie“, welches vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird, an der nächsten Revolution der industriellen Stromversorgung. Mit Gleichstrom lassen sich enorme Energiekosten sparen. Harting entwickelt hierzu die passende Konnektivität. Weite Bereiche der Erneuerbaren Energien und auch die Speichertechnik sind DC-geprägt. Im Verbund mit Maßnahmen zur Energierückgewinnung führt der Zuwachs bei den Erneuerbaren Energien zu einer insgesamt sinkenden Energieaufnahme aus dem AC-Netz. Industrieunternehmen, die die DC-Erzeugung nutzen, sparen erheblich an Energiekosten und tragen zur Erfüllung von CO2-Emissionsvorgaben bei. 

Elektromobilität 

Auch das Thema E-Mobility wird von Harting weiter vorangetrieben: Unter anderem entwickelt und produziert Harting Lade-Equipment für Elektro- und Plug-In-Hybridfahrzeuge. Das Familienunternehmen liefert beispielsweise Ladelösungen für den Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) von Volkswagen, den Audi e-tron und den Porsche Taycan.  

Single Pair Ethernet

Im Bereich der „Ethernet Connectivity“ hat Harting früh das Thema „Single Pair Ethernet“ vorangetrieben und einen entsprechenden Steckverbinder entwickelt, der eine durchgängige Ethernet-basierte Kommunikation von der Cloud bis hin zu den einzelnen Sensoren ermöglicht. Harting kooperiert mit dem „SPE Industrial Partner Network“, das ein durchgängiges SPE -Eco-System schaffen will.  

Ausblick auf 2021 

Hinsichtlich der weiteren Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres 2020/21 äußert sich Philip Harting zurückhaltend. Die Aussichten seien angesichts der Corona-Lage eingetrübt. »Die weltweite Nachfrage ist daher von Region zu Region unterschiedlich. Wir fahren weiter auf Sicht«, sagt Philip Harting.

Dennoch hält er ein moderates Umsatzplus im leicht einstelligen Bereich für möglich.

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