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Geräteschnellanschluss in rauer Umgebung

Installationssystem mit automatisierter Verdrahtung

Automatisierte Verdrahtung: Der Push-in-Anschluss ermöglicht geräteseitig den Einsatz von Verdrahtungsrobotern und bietet dem Installateur feldseitig einen einfachen und schnellen Leitungsanschluss.
Automatisierte Verdrahtung: Der Push-in-Anschluss ermöglicht geräteseitig den Einsatz von Verdrahtungsrobotern und bietet dem Installateur feldseitig einen einfachen und schnellen Leitungsanschluss.
© Phoenix Contact

Mit IPD bietet Phoenix Contact einen Geräteanschluss in der Schutzart IP67, der widrigen Bedingungen trotzt und über Push-in-Anschlusstechnik verfügt – ganz ohne Steckverbinder.

Im Außen- und Feuchtbereich treffen schwierige Bedingungen auf die Anschlusssysteme und machen die Leistungszuführung zur Herausforderung. Insbesondere Industrieanlagen und Infrastruktureinrichtungen bündeln viele hohe Anforderungen an die Energiezuführung von Geräten. So müssen sie vollständig gegen Berühren und Staubeindringung geschützt sein und besonders in Feuchträumen bei starkem Strahlwasser einen sicheren Betrieb ermöglichen. Kritischer Punkt eines jeden Gerätes ist somit die Schnittstelle zur Außenwelt – denn sie muss auch auf lange Sicht zuverlässig verbinden und Energie zuführen.

Relevante Anbieter

Push-in-Anschluss: Die Push-in-Technik arbeitet nach dem Druckfederprinzip – der Leiter wird direkt gesteckt, die Klemmstelle muss zuvor nicht geöffnet werden.
Bild 1: Push-in-Anschluss: Die Push-in-Technik arbeitet nach dem Druckfederprinzip – der Leiter wird direkt gesteckt, die Klemmstelle muss zuvor nicht geöffnet werden.
© Phoenix Contact

Eingeschränkte Flexibilität

Die einfachste Möglichkeit der Kabeleinführung bieten derzeit Kabelverschraubungen. Bereits vorkonfektionierte Leitungen schränken jedoch die Weiterverwendung im Feld stark ein, weil Längen erst am letztendlichen Einsatzort festgelegt werden können. Jede Applikation bringt zudem Herausforderungen an die zu verwendenden Leitungen mit sich, weshalb Unternehmen das Gerät meistens ohne Anschlussleitung ausliefern. Vor Ort müssen Installateure das Gerät jedoch öffnen, was Beschädigungen und Verletzungen der IP-Schutzart mit sich bringen kann. Der Installateur muss dabei Kenntnisse über den elektrischen Anschluss und die Handhabung des Gerätes mitbringen – eine kaum zu erfüllende Herausforderung bei einer nahezu endlosen Vielfalt an Geräten. 

Die nächste Erweiterung sind Wanddurchführungen, ergänzt um den Steckverbinder als passendes Gegenstück im Feld. Gängige Anschlusstechniken wie Schraub- und Crimp-Anschluss sind hier zwar verbreitet, lassen sich aber meist nur mit Hilfe von Spezialwerkzeug und durch Fachpersonal installieren. In schwierigen Einbausituationen, wie beim Anschluss von Leuchten in Industriegebäuden, geht mit den genannten konventionellen Lösungen eine hohe Fehleranfälligkeit einher.

Wanddurchführung: Dank der Schutzart IP66/67 eignet sich der Geräteanschluss ideal für den Einsatz im Außen- und Feuchtbereich.
Bild 2: Wanddurchführung: Dank der Schutzart IP66/67 eignet sich der Geräteanschluss ideal für den Einsatz im Außen- und Feuchtbereich.
© Phoenix Contact

Effizienz am Drücker 

Vor diesem Hintergrund setzt die Lösung aus dem Hause Phoenix Contact auf Push-in-Technik. Als neue Anschlussart revolutioniert die federbasierte Direktstecktechnik die Anschlusstechnologien und ebnet so den Weg für die Automatisierung in der Leuchten- und Geräteindustrie (Bild 1).

Mit Hilfe der IPD-Wanddurchführungen von Phoenix Contact – IPD steht dabei für Installation Power Distribution – lassen sich Leitungen bis zu 5 x 2,5 mm2 ohne Spezialwerkzeug anschließen. Wegen des Push-in-Anschlusses ist dabei auch der Einsatz von Verdrahtungsrobotern kein Problem. Der industrielle Leistungsanschluss kommt ohne Steckverbinder aus und eignet sich für Leuchtenapplikationen. Möglich macht das ein durchgängiger Kontakt, der feld- und geräteseitig mit Push-in-Technik ausgestattet ist und somit den Anschluss direkt am Gerät ermöglicht. Starre und flexible Leiter mit Aderendhülse lassen sich direkt – also ohne Betätigung des Pushers – stecken. Bei flexiblen Leitern ohne Aderendhülse kommt der orangefarbene Pusher zum Einsatz, der die Feder öffnet (Bild 2)

Bild 3: Bequeme Handhabung: Dank Push-in-Anschluss können Leitungen mit wenigen Handgriffen rationell vor Ort kontaktiert werden.
Bild 3: Bequeme Handhabung: Dank Push-in-Anschluss können Leitungen mit wenigen Handgriffen rationell vor Ort kontaktiert werden.
© Phoenix Contact

Mit wenigen Handgriffen können Anwender die Leitungen auf diese Weise rationell vor Ort kontaktieren. Durch seine definierten Kontaktkräfte gleicht der Push-in-Anschluss zudem Schock und Vibration aus und stellt so eine zuverlässige und dauerhafte Kontaktierung her. Spannungen bis zu 690 V und Ströme bis zu 20 A sind damit problemlos übertragbar.

Einfaches System für schwierige Bedingungen

Die Schutzart IP66/67 ermöglicht den Einsatz im Außen- und Feuchtbereich und bei Temperaturen von –40 bis +100 °C. Anwender führen die Leitung durch die Tülle und schließen sie direkt am Gerät an. Danach wird die Tülle einfach verriegelt und die Zugentlastung durch Festziehen der Mutter hergestellt. Anwender finden die richtige Verriegelungsposition anhand einer speziellen Codierung. Gegen unbeabsichtigtes Lösen schützt ein Mechanismus, der das Lösen der Tülle nur mit einem handelsüblichen Schraubendreher möglich macht. Ein Leistungsanschluss dient als integraler Bestandteil des Systems. Einfache Markierungen sind in verschiedenen Farben verfügbar und lassen sich eigenständig beschriften und bedrucken (Bild 3). 


Die Push-in-Anschlusstechnik im Überblick:

Die Push-in-Technik arbeitet nach dem Druckfederprinzip: Der Leiter wird direkt gesteckt, ohne dass zuvor die Klemmstelle geöffnet werden muss. Durch das spezifische Design der hochlegierten Stahlfeder, die den Leiter gegen den Strombalken drückt, sind nur geringe Steckkräfte zur Montage des Leiters nötig. Die Technik ermöglicht es, durchgängig und ohne Werkzeug vom Feld bis zur Leistungs- und Steuerungsebene zu verdrahten.


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