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Conrad launcht ersten B2B-Marktplatz für die Elektronik


Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Starke Communnity

Holger Ruban, Conrad
Holger Ruban, CEO von Conrad: “Wir lassen nicht jeden auf den Marktplatz, sondern nur Unternehmen, die ISO-9001-zertifiziert sind. Uns liegt die Qualität der Supply Chain maximal am Herzen. Dementsprechend ist die Selektion bei uns anders als bei Amazon, und unser Ansatz ist rein an den Anforderungen der Industrie orientiert.”
© Conrad

Worin liegt nun der Vorteil für die Marktplatz-Teilnehmer? Der größte Vorteil ist die starke Community. Conrad hat mit mehreren Millionen Kunden in Europa und vor allem im deutschsprachigen Raum eine immens große Reichweite, wovon jeder Marktplatz-Teilnehmer profitiert. »Natürlich braucht man eine extrem starke Kundenbasis, um den entsprechenden Traffic auf der Plattform zu erzeugen. Wir sind mit Conrad.de und Conrad.biz sehr erfolgreich unterwegs. Für die teilnehmenden Händler ist es natürlich interessant, über die Plattform ihre Kundenkontakte ausbauen zu können.« Und worin bestehen die Vorteile für Conrad? Zum einen kostet die Teilnahme für die Händler Gebühren. »Wir steigern damit außerdem den Traffic, das heißt, auch unser Sortiment profitiert davon«, antwortet Ruban.

Hätte sich Conrad auch vorstellen können, das gesamte Portfolio selbst aufzubauen? »Es gibt Bereiche wie die Pneumatik, die zwar für unsere Kunden relevant sind, die wir aber bewusst nicht abdecken wollen«, so Ruban. »Unser Sortiment in der Art zu verbreitern und zu vertiefen, wie es künftig unser Conrad Marketplace bieten wird, wäre ein derart hohes Investment gewesen, dass es sich für uns nicht lohnen würde. Für uns ist es wichtig, dem Kunden ein einzigartiges Einkaufserlebnis zu bieten, weil wir das komplette Portfolio auf einer Plattform haben.«

Wettbewerb zwischen den Marktplatzteilnehmern sei durchaus zugelassen, bekräftigt Ruban: »Es wird mit Sicherheit ein- oder zweimal dasselbe Produkt geben. Der Kunde wird dann ähnlich wie bei Amazon die Möglichkeit haben, die Preise zu vergleichen. Der Anbieter des Produktes ist immer erkennbar – das, so Ruban, gehöre zur Seriosität dazu. Bis 2018 will Conrad 10 Millionen Produkte auf dem Marketplace anbieten können. Einige Verträge mit Sellern sind bereits unter Dach und Fach: Der Start erfolgt mit 18 qualifizierten Sellern. »Wir sind aber mit wesentlich mehr Firmen im Gespräch. Plan bis Jahresende sind 100 Seller«, unterstreicht Ruban. »Wir werden auch Start-ups auf der Plattform zulassen, die seriös sind und schon ein erprobtes Produkt haben, das die Industriekunden einsetzen können.« Nicht gewünscht ist nach den Worten von Ruban eine Vermischung der B2C- und der B2B-Welt, wie sie auf vielen Online-Plattformen derzeit stattfindet. So ist denn auch der ambitionierte Maker nicht die klassische Zielgruppe der Plattform, außer er ist bereits ein Unternehmen.

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