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ElephantEdge Design Challenge

Mit High Tech gegen Afrikas Elefanten-Tragödie

18. August 2020, 12:57 Uhr   |  Karin Zühlke

Mit High Tech gegen Afrikas Elefanten-Tragödie
© Hackster.io

Ein bislang ungeklärtes Elefanten-Massensterben am Okavango-Delta in Botswana schreckt auf. Avnet, Hackster.io, SmartPark und Partner wollen zum Schutz der grauen Riesen einen ganz neuen Elefanten-Tracker entwickeln - mithilfe der Community.

Über die ElephantEdge Design Challenge haben interessierte Entwickler die Möglichkeit sich am Projekt zu beteiligen.  

Als Reaktion auf eine wachsende Krise, der sich Afrikas schrumpfende Elefantenpopulation gegenübersieht, haben Avnet, Hackster.io und SmartPark gemeinsam mit weiteren Partnern das Ziel verkündet, den weltweit fortschrittlichsten Tracker zum Schutz von Elefanten in ihren natürlichen Lebensräumen entwickeln zu wollen. Smart Park ist ein Anbieter von Sensorlösungen zum Schutz gefährdeter Wildtiere, Hackster.io ist eine US-basierte Entwickler-Community und gehört seit einigen Jahren zu Avnet.

Die ElephantEdge Challenge ist als Wettbewerb konzipiert und läuft vom 11. August bis zum 16. Oktober. Die Gewinner werden im Oktober bekannt gegeben. Der Wettbewerb wird sich auf die Entwicklung der Software konzentrieren, die auf der neu gebauten Hardware läuft, einschließlich Lernmodellen und Telemetrie-Dashboards, die nützliche Tracking-, Gesundheits-, Bewegungs-, Umweltanomalien und vieles mehr liefern.

Das neue Halsband soll eine bessere Batterielebensdauer, eine größere Reichweite und eine höhere Genauigkeit als die bestehenden Lösungen aufweisen. Basis dafür ist die IoTConnect-Plattform von Avnet und die Edge-Impulse-Technologie für maschinelles Lernen sowie Hardware und Software von Western Digital, Nordic Semiconductors, Taoglas, u-blox, Vulcan EarthRanger und Microsoft.
Die Teilnehmer des Wettbewerbs erhalten freien Zugang zu Produkten und Technologien, die bei der Entwicklung von Lösungen helfen. Alle Lösungen sind als Open Source auf https://opencollar.io verfügbar, um eine zukünftige Skalierung zu ermöglichen. Als enger Berater für Lösungen zum Schutz von Wildtieren wird der World Wildlife Fund mit dem Entwicklungsteam zusammenarbeiten und frühe Prototypen testen. Der endgültige Prototyp soll zu zehn verschiedenen Elefantenhalsbändern führen, die Smart Parks in ausgewählten afrikanischen Parks einsetzen wird.

»Elefanten sind die Gärtner der Ökosysteme, denn ihr Umherstreifen an sich schafft Raum für das Gedeihen anderer Arten«, sagt Tim van Dam, Mitbegründer von Smart Parks. »Unser ElephantEdge-Projekt bringt Menschen aus der ganzen Welt zusammen, um die beste Technologie zu entwickeln, die für das Überleben dieser sanften Giganten lebenswichtig ist. Jeden Tag sind sie von der Zerstörung ihres Lebensraums und von Wilderei bedroht. Bessere Sensoren ermöglichen es uns, mehr Einblick in ihr Verhalten zu gewinnen, damit wir den Schutz verbessern können.«
Smart Parks ist ein niederländisches Unternehmen mit Sitz in Utrecht. Ein Smart Park ist ein Naturschutzgebiet, das mithilfe intelligenter Sensortechnologie Informationen zur Verbesserung des Naturschutzes und -managements sammelt. Dazu gehören Informationen über Bewegungsmuster von Menschen und Tieren, aber auch über andere Themen wie Niederschlag und Temperatur. Der Versand dieser Daten erfolgt unter anderem über ein LoRaWAN-Netzwerk, eine Long-Range-Low-Power-Internet-of-Things-Verbindung, mit der einfache Datenpakete gesendet werden können. Aufgrund des geringen Energieverbrauchs dieses Netzwerks können Sensoren mit einer langen Batterielebensdauer entwickelt werden. Dadurch eignet sich ihr Einsatz sehr gut zur Überwachung von Tieren und anderen Gütern in Naturschutzgebieten. Smart Parks hat inzwischen Projekte in den Niederlanden, Tansania, Südafrika, Malawi, Ruanda, Kenia, Sambia, Namibia und Indien realisiert.

»Durch die ElephantEdge-Herausforderung kommen wir als Technologieführer zusammen, um eine dringend benötigte Lösung zum Schutz von Elefanten bereitzustellen, deren Lebensräume unter Druck stehen, da Wilderer und Trophäenjäger zusätzlichen, irreversiblen Schaden verursachen«, ergänzt Adam Benzion, Mitbegründer von Hackster.io. »Wir sind stolz darauf, dieses Projekt mit Smart Parks und unseren Partnern zu unterstützen, das zu einer Open-Source-Lösung führt, die Gutes in der Welt bewirken wird.«

Weitere Informationen über die ElephantEdge Challenge sowie die Teilnahmebedingungen gibt es unter www.hackster.io/contests/ElephantEdge.

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