Musk schläft in Tesla-Fabrik

Übernachten in der Hölle

3. April 2018, 13:58 Uhr | dpa, Heinz Arnold
Wer gehofft hat, Teslas Model 3 in natura zu sehen, wird enttäuscht - die Kalifornier stellen nicht auf der IAA aus.
Tesla hinkt dem Produktionsplan für das Model 3 weiter hinterher. Deshalb will Elon Musk sein Schlaflager in der Fabrik einrichten - falls ihn die Probleme dort überhaupt noch an Schlaf denken lassen: Das Autogeschäft sei sowieso die Hölle.
© Tesla

Tesla-Chef Elon Musk will sich jetzt persönlich um die Fortschritte bei der Produktion des Model 3 kümmern.


Er wolle derzeit nicht alleine Produktionschef Doug Field die Aufsicht überlassen. »Jetzt heißt es aufteilen und erobern«, schrieb der 46-jährige Chef von Tesla bei Twitter. Dazu werde er auch wieder sein Schlaflager in der Tesla-Fabrik aufschlagen. »Das Auto-Geschäft ist die Hölle«, schrieb Musk.

Zuvor hatte das Silicon-Valley-Portal »The Information« darüber berichtet, dass Musk die Kontrolle über die bislang unbefriedigend verlaufende Produktion des ersten Tesla-Modells für einen größeren Käuferkreis übernommen habe. Tesla macht gerade schwer zu schaffen, dass die Produktion des Model 3 immer wieder durch Pannen zurückgeworfen wird und dadurch deutlich langsamer anläuft als geplant.

Branchenbeobachter zweifeln daran, dass das bereits aufgeschobene Ziel, auf 2500 Fahrzeuge pro Woche zu kommen, bis Ende März erreicht wurde. Ursprünglich wollte das Unternehmen bereits bis Ende 2017 auf 5000 Fahrzeuge des Model 3 pro Woche kommen, diese Zielmarke wurde jetzt auf Ende Juni geschoben. Tesla entschied sich beim Model 3 für eine Fertigung mit noch mehr Automatisierung als üblich - und es dauere länger, die Maschinen einzustellen, heißt es.

 

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