Porsche und UP.Labs

Maßgeschneiderte Start-ups sollen Kerngeschäft unterstützen

9. Juni 2022, 9:39 Uhr | Irina Hübner
911 Carrera Cabriolet, 2022
© Porsche

Porsche will neue Unternehmen schaffen, die sein Kerngeschäft unterstützen. Dazu arbeitet der Sportwagenhersteller mit der US-Firma UP.Labs zusammen, die ein neuen Modell zur Förderung innovativer Start-ups entwickelt hat.

Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche hat mit dem US-Unternehmen UP.Labs eine dreijährige Kooperation vereinbart. Ziel der Zusammenarbeit ist es, im Zeitraum von 2023 bis 2025 sechs Unternehmen mit neuen Businessmodellen in verschiedenen Bereichen der Mobilität zu gründen.

Der Geschäftsinhalt der neuen Start-ups soll sich um die Kernaktivitäten von Porsche drehen. Er kann zum Beispiel in der vorausschauenden Wartung, der Lieferketten-Transparenz oder im Digital Retail liegen.

Noch dieses Jahr zwei Firmengründungen

Porsche investiert hierzu einen zweistelligen Millionenbetrag und wird an den Startups zunächst eine Minderheitsbeteiligung halten – mit der Option, sie nach drei Jahren vollständig zu erwerben. Die ersten zwei Start-ups sollen noch im Jahr 2022 gegründet werden, die Entwicklung ist bereits angelaufen.

»Wir wollen unser bestehendes, breit aufgestelltes Startup-Ökosystem mit einem externen Wachstumsmotor stärken«, sagt Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Porsche AG und Vorstand für Finanzen und IT. »Über UP.Labs sichert sich Porsche den Zugang zu internationalen Talenten und deren Know-how. Ziel ist es, die Position von Porsche in der aktuellen Transformationsphase der Automobilindustrie langfristig weiter auszubauen. Dabei streben wir vor allem nach neuen Innovationsquellen.«

Porsche engagiert sich seit 2016 in der Startup-Szene und ist aktuell an rund 40 Unternehmen mit neuen Geschäftsmodellen und neuen Technologien beteiligt.

Das Besondere an der Zusammenarbeit mit UP.Labs

UP.Labs wird direkt mit Porsche zusammenarbeiten, um Start-ups zu entwickeln, die auf das Porsche-Geschäft zugeschnitten sind. Porsche hat dann die Möglichkeit, diese in die Organisation zu integrieren. »Das Konzept verbindet die Vorteile der freien Start-up-Entwicklung am Markt – beispielsweise durch die Beteiligung aller Mitarbeiter am Unternehmenserfolg – mit der direkten Einbindung unserer Mitarbeiter und einer engen Bindung zu Porsche«, erklärt Lutz Meschke.

Das in Los Angeles ansässige Unternehmen UP.Labs hat eine neue Art von Venture-Plattform entwickelt. Diese wird getragen »von einem neuen Modell und einer neuen Anreizstruktur, um die gesamte Agilität und Innovation von Start-ups sowie die Größe und die Ressourcen eines Unternehmens zu heben«, wie es Mitgründer und CEO John Kuolt beschreibt.

Das US-Team besteht aus bewährten Unternehmern, Produkt- und Technologie-Experten, die in Partnerschaft mit anderen Unternehmen bereits zahlreiche erfolgreiche Firmen entwickelt haben. Das UP.Labs-Team verfolgt dieses Konzept nun mit Porsche als erstem integralen Partner. UP.Labs wird als Teil eines Konsortiums von Unternehmen gestartet, die sich allesamt darauf konzentrieren, die Zukunft der Mobilität zu beschleunigen. Das so genannte UP.Partners-Ökosystem umfasst einen 250-Millionen-Dollar-Venture-Capital-Fonds I, der in die von UP.Labs gegründeten Unternehmen investieren wird.

»Als einer der Pioniere nachhaltiger Mobilität sucht Porsche mit Mut und Tatkraft aktiv nach neuen Lösungen«, betont Finanzvorstand Lutz Meschke. »Der Ansatz von UP.Labs kombiniert die Fähigkeiten von Porsche mit externen Marktanreizen, um spannende Geschäftsmodelle zum Nutzen des Unternehmens aufzubauen.«


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