Schwerpunkte

Standard für Cyber-Security umsetzen

Datenschutz und Datensicherheit gehen Hand in Hand

28. Januar 2019, 15:30 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Datenschutz und Datensicherheit gehen Hand in Hand
© Continental

Eine schnellstmögliche Umsetzung der ISO/SAE 21434 »Road Vehicles – Cybersecurity Engineering« ist erforderlich, um die Daten- und Informationssicherheit vernetzter Fahrzeuge sicherzustellen.

Daten- und Informationssicherheit sind Voraussetzungen für Datenschutz im Auto. Das wird insofern immer wichtiger, da künftig fast alle Neufahrzeuge mit dem Internet verbunden sein werden. Continental fordert daher eine schnelle Umsetzung der ISO/SAE 21434 »Road Vehicles–Cybersecurity Engineering«.

Autofahrer in Deutschland, den USA, China und Japan setzen auf Angebote und Services, die auf einer Digitalisierung der Fahrzeuge beruhen. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Continental-Mobilitätsstudie. Wichtig ist den Befragten jedoch bei neuen Mobilitätsdiensten der Schutz persönlicher Daten: Nicht einmal jeder zweite Autofahrer würde persönliche Fahrdaten beispielsweise mit seiner Versicherung teilen.

»Daten verpflichten! Der Schutz von Daten ist für uns als Technologieunternehmen, unsere Produkte, Dienste und Arbeitsabläufe essenziell. Nur diese Grundhaltung stärkt langfristig das Vertrauen der Kunden und Verbraucher in neue, datenbasierte Mobilitätsdienste«, betonte der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart anlässlich des Europäischen Datenschutztages am 28. Januar 2019. »Für unsere Produkte, unsere Dienste und Arbeitsabläufe gelten 365 Datenschutztage im Jahr. Datenschutz ist keine Sonderausstattung!« Anonymisierte Daten der Continental-Systeme aus dem realen Fahrzeugalltag nutzt der Zulieferer, um zukünftige Funktionen sicherer, sauberer und intelligenter zu gestalten.

Daten verpflichten

Daten- und Informationssicherheit sind Voraussetzungen für Datenschutz im Auto. Das gilt umso mehr, als künftig nahezu alle Neufahrzeuge mit dem Internet verbunden sein werden. Degenhart fordert deshalb eine schnellstmögliche Umsetzung des neuen Industriestandards für Cybersecurity, der ISO/SAE 21434 Road Vehicles – Cybersecurity Engineering. Der neue Standard erfasst den Lebenszyklus von Fahrzeugen von der Entwicklung über die Produktion, Software-Aktualisierungen und eine schnelle Reaktion bei neuen Cybersecurity-Erkenntnissen und bis zu einer sicheren und datenschutzgerechten Außerbetriebnahme. »Als Voraussetzung für den Datenschutz muss der Datenverkehr des Autos genauso sicher sein wie modernes Onlinebanking«, betonte Degenhart.

»Privacy und Security by Design ist für uns in der Entwicklung von Hard- und Software ein Grundprinzip geworden. Schon in der Entwicklungsphase sind alle Schnittstellen elektronischer Systeme im Auto abzusichern, Datenflüsse sind genaustens zu betrachten und den Fahren und Nutzen ist eine Kontrolle zu ermöglichen«, erklärte Stefan Römmele, Leiter Strategie und Vorentwicklung für Informationssicherheit und Datenschutz bei Continental. »Schließlich müssen nicht nur die vernetzten Geräte einzeln und im Verbund sicher sein. Auch eine datenschutzkonforme Verwendung von personenbezogenen Daten ist jederzeit zu gewährleisten und das über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs.«

Continental setzt sich dafür ein, dass alle Funktionen im Auto kontinuierlich überwacht werden und in regelmäßiger Folge Sicherheitsupdates erhalten. Dabei kommt auch die Over-the-Air-Technik des Zulieferers zum Einsatz. Die Lebensdauer der hierfür notwendigen Software-Schlüssel ist so kurz gewählt, dass sie in der Zeit ihrer Gültigkeit fälschungssicher sind. Jedes Fahrzeug verfügt über eigene digitale Schlüssel. Aber: »Wie für das eigene Haus, die Wohnung und den Laptop gilt, dass selbst ausgefeilte Sicherheitssysteme keinen absoluten Schutz garantieren können. Alle Systeme müssen regelmäßig auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden«, erläuterte Römmele.

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