FEV engagiert sich im Motorsport

Wasserstoff für eine CO2-neutrale Rallye Dakar

5. Mai 2022, 11:06 Uhr | Kathrin Veigel
FEV Oreca Rallye Dakar
FEV unterstützt ORECA Magny-Cours bei der Entwicklung eines Wasserstoff-Verbrennungsmotors für die Rallye Dakar 2024.
© ORECA/FEV Group

Das renommierte Motorsportteams Oreca Magny-Cours (ORECA) entwickelt gemeinsam mit dem Entwicklungsdienstleister FEV einen Wasserstoff-Verbrennungsmotor für die Rallye Dakar. Der Start soll 2024 erfolgen.

Im Zuge einer Beteiligung am Energiewendeprojekt »Dakar Future« und im Rahmen der Zertifizierung durch das französische Automobilcluster »Pôle Véhicule du Futur« verstärkt ORECA sein Engagement für nachhaltige Mobilität.

Das französische Motorsport-Team, das bereits mehrfach Meisterschaften in verschiedenen Motorsportdisziplinen gewonnen und umfangreiches Know-how in der Entwicklung von Renn- und Rallyefahrzeugen unter Beweis gestellt hat, möchte gemeinsam mit FEV die Entwicklung eines H2-Verbrennungsmotors vorantreiben. Der Motor soll auf ausgewählten Etappen der Rallye Dakar im Jahr 2024 zum Einsatz kommen.

Da Wasserstoff ein kohlenstoffneutraler Brennstoff ist, entstehen bei der Verbrennung nur minimale Mengen der Emissionskomponenten Kohlenwasserstoff (HC), Kohlenmonoxid (CO), Kohlendioxid (CO2) und Ruß. Die Reduzierung des Ölverbrauchs ist daher ein weiterer Schwerpunkt der Entwicklung.

Der Hauptbestandteil des Abgases ist Stickoxid (NOx). Dank seiner sehr hohen laminaren Verbrennungsgeschwindigkeit und breiten Zündgrenzen ermöglicht Wasserstoff eine magere Verbrennung mit einem großen Luftüberschuss. Seine niedrigen Abgastemperaturen führen dazu, dass die Stickoxidanteile auch ohne Abgasnachbehandlung bereits unter den geltenden Grenzwerten liegen. Eine Nachbehandlung ist ein wirksames Mittel zur weiteren Reduzierung der NOx-Emissionen. Darüber hinaus erreichen Wasserstoffmotoren vergleichbare Leistungen wie herkömmliche Ottomotoren – gerade im Motorsport eine Win-Win-Situation.

Die FEV-ORECA-Partnerschaft ist in zwei Phasen eingeteilt. Die erste, bereits angelaufene Phase adressiert die technischen Anforderungen sowie Simulationsmaßnahmen und wird vollständig von FEV geleitet. In der zweiten Phase geht es um Entwicklung, Herstellung und Erprobung eines Prototyps, die ORECA unter Nutzung der eigenen Prüfstände führt. Ziel ist es, rechtzeitig vor dem Wettbewerbsdebüt im Jahr 2024 technische Lösungen entwickelt zu haben, die den extremen Bedingungen der Dakar gewachsen sind.


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