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OBDonUDS

Was steckt hinter dem neuen Diagnosestandard?

Der neue Standard OBDonUDS (SAE J1979-2) schreibt künftig die Verwendung von UDS (Unified Diagnostic Services) auch zum Auslesen von OBD-Diagnose-Daten vor.
Der neue Standard OBDonUDS (SAE J1979-2) schreibt künftig die Verwendung von UDS (Unified Diagnostic Services) auch zum Auslesen von OBD-Diagnose-Daten vor.
© Vector Informatik

Vector Informatik bietet eine sofort einsetzbare Werkzeugkette für den neuen Diagnosestandard OBDonUDS (SAE J1979-2) an. Dieser Standard wird in den USA ab dem Jahr 2023 eingeführt und ist ab dem Jahr 2027 verpflichtend.

In fast allen Straßenfahrzeugen wird die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte mittels der gesetzlich vorgeschriebenen On-Board-Diagnose (OBD) kontinuierlich und über den gesamten Lebenszyklus überwacht. Wie im SAE-Standard J1979 beschrieben, werden OBD-Daten dabei mittels eines sogenannten Scan-Tools aus dem Fahrzeug ausgelesen.

Die frisch aktualisierte Revision des Standards SAE J1979-2 (OBDonUDS) schreibt jetzt die Verwendung von UDS (Unified Diagnostic Services) auch zum Auslesen der OBD-Daten vor. UDS ist in der ISO 14229 standardisiert und wird schon seit vielen Jahren für den erweiterten, herstellerspezifischen Diagnoseumfang eingesetzt.

Die Überarbeitung des Diagnoseprotokolls wurde notwendig, da an mehreren Stellen die eindeutigen Bezeichner wegen Längenbeschränkungen ausgegangen sind, zum Beispiel für DTCs (Fehlercodes). Insbesondere beim Fehlerspeicher wurden Datenstrukturen erweitert, um mehr Details zu einzelnen Fehlern abfragen zu können. Außerdem kann die ordnungsgemäße Funktion des OBD-Systems mit Hilfe von neuen Monitor-Aktivitätsdaten jetzt einfacher überwacht werden.

Die Umsetzung von OBDonUDS erfordert auch eine neue Implementierung der Diagnosesoftware im Fahrzeug. Außerdem werden neue Entwicklungswerkzeuge für die Spezifikation, das Testen und Anwenden der Diagnose erforderlich. Vector bietet schon jetzt für den neuen SAE-Standard OBDonUDS eine durchgängige Werkzeugkette. Diese unterstützt alle Phasen der Entwicklung, von der Spezifikation der relevanten OBD-Inhalte mit CANdelaStudio über die Umsetzung in Steuergerätesoftware mit MICROSAR und deren Validierung mit CANoe.DiVa bis hin zur Anwendung im OBD-Diagnosetester (Scan-Tool) mit Indigo.


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