Intellias kann den gesamten Umfang der Erprobung und Validierung von Fahrzeugprototypen nun vollständig in eigenen, hochsicheren Räumlichkeiten abdecken. Dies soll die Präsenz des Unternehmens in Deutschland sowie die Zusammenarbeit mit führenden OEMs stärken.
Intellias hat in Ingolstadt eine nach TISAX Assessment Level 3 zertifizierte Test- und Entwicklungseinrichtung eröffnet – ergänzend zu seinem bereits bestehenden Büro im IN-Campus. Die Einrichtung bietet hochsichere für die Entwicklung und Validierung von Automotive-Software. Sie vereint Schutzklassen mit den Anforderungen »normal«, »hoch« und »sehr hoch« für die Erprobung von Fahrzeugprototypen, ein Testlabor mit Prüfständen sowie ein KI-Forschungs- und Entwicklungslabor für die gemeinsame Entwicklung mit Kunden aus der Region.
Die Arbeit mit Fahrzeugprototypen erfordert eine kontrollierte Umgebung, die den sicheren Umgang mit sensiblen Daten und Prototypen sowie die Einhaltung der DSGVO gewährleistet und auf die Sicherheitsanforderungen der Automobilindustrie für Engineering-Partner zugeschnitten ist. Dazu zählen begrenzte Zugangsregelungen, Datenschutzprotokolle, Kamerabeschränkungen sowie Zertifizierungen für den Umgang mit hochvertraulicher Hardware.
Die neue Einrichtung in Ingolstadt erfüllt diese Anforderungen gemäß TISAX Assessment Level 3 für den Umgang mit Testfahrzeugen, den Schutz von Fahrzeugprototypen und den Schutz von Prototypenteilen und -komponenten.
Diese höchste Zertifizierungsstufe ermöglicht es Intellias, auch anspruchsvollste Prototypenprojekte umzusetzen, einschließlich sicherheitsrelevanter Prototypen und Vorserienfahrzeuge, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit getestet werden müssen. Bislang wurden solche Tests direkt auf dem Betriebsgelände der OEMs durchgeführt – mit Unterstützung durch Ingenieure von Intellias und Testfahrer.
»Automobilhersteller arbeiten mit hochsensibler Hardware und benötigen Engineering-Partner, die höchste Sicherheitsstandards auch in eigenen Räumlichkeiten erfüllen können. Unsere Test- und Entwicklungseinrichtung in Ingolstadt bietet eine zertifizierte, unabhängige Umgebung für anspruchsvolle Validierungsarbeiten und ermöglicht es unseren Teams, neue Lösungen unter realen Automotive-Bedingungen zu entwickeln und zu testen – im Einklang mit den strengen Sicherheitsanforderungen unserer Kunden«, so Jürgen Friese, SVP Mobility Business bei Intellias.
Die Test- und Entwicklungseinrichtung auf mehr als 1.000 Quadratmeter erstreckt sich über zwei Etagen. Sie verfügt über 16 gesicherte Stellplätze für Fahrzeugprototypen, die auf zwei getrennte Bereiche aufgeteilt sind, ein Labor mit Kapazität für bis zu 120 Prüfstände, zwei separate Lagerbereiche für Hardwareteile und Prototypenkomponenten sowie Besprechungsräume und Büroflächen. Zur Ausstattung gehören zudem sechs Ladesäulen für Elektrofahrzeuge und eine Schnellladestation, eine Abgasabsauganlage für Tests mit Verbrennungsmotoren sowie zwei dedizierte Netzwerkverbindungen mit direkter Anbindung an die Netzwerke der OEMs.
Die neue, nach TISAX Level 3 zertifizierte Test- und Entwicklungseinrichtung von Intellias ist neben dem Standort in Wolfsburg die zweite vollständig operative Testeinrichtung des Unternehmens in Deutschland. Sie stärkt die Zusammenarbeit mit OEMs und erweitert die Engineering-Kapazitäten für die Entwicklung von Fahrzeugen der nächsten Generation.
Mit dem Intellias R&D Lab bietet der Standort zudem eine reale Entwicklungsumgebung für die Implementierung und Erprobung praxisnaher KI-Lösungen, darunter der Validation & Verification Accelerator, eine automatisierte Plattform zur Generierung von In-Vehicle-HMI-Testfällen, die erstmals auf der CES 2026 vorgestellt wurde.