Debugging

UDE 2022 unterstützt »Stellar E« MCUs

31. Mai 2022, 14:30 Uhr | Tobias Schlichtmeier
UDE Stellar-E-Familie
PLS UDE 2022 ermöglicht den Anwendern von Stellar E-MCUs echtes Multicore-Debugging.
© PLS Programmierbare Logik & Systeme

Mit ihrer auf der embedded world 2022 präsentierten Universal-Debug-Engine-Version UDE 2022 unterstützt PLS Programmierbare Logik & Systeme ab sofort auch die neuesten Automotive-MCUs aus der Stellar-E-Familie von STMicroelectronics.

Dank der langjährigen Zusammenarbeit mit STMicroelectronics im Rahmen des ST Partner Program stehen Anwendern damit bereits mit Verfügbarkeit der ersten Hardware-Samples umfangreiche dedizierte Debug- und Trace-Funktionen für die Fehlersuche, den Test und die Systemanalyse zur Verfügung.

Optimiert für softwaredefinierte Elektrofahrzeuge und mit ihren Funktionen zur schnellen Ausführung von Regelschleifen, ist die Stellar-E-Familie vorrangig für den Einsatz in Anwendungen der Leistungselektronik wie On-Board-Chargern oder DC/DC-Wandlern gedacht. Basis hierfür bilden zwei jeweils mit 300 MHz getaktete Arm Cortex-M7 Kerne, die entweder in Dual-Core-Konfiguration oder für höchste Anforderungen an die funktionale Sicherheit auch als Single-Core mit Lockstep betrieben werden können. Für Anwendungen mit höchsten Sicherheitsanforderungen bietet das integrierte Hardware Security Module (HSM) unter anderem Funktionen zur Beschleunigung kryptografischer Aufgaben. Die MCUs sind mit bis zu 2 MB On-Chip-Flash ausgestattet, wobei, aufgeteilt in zwei Bänken, Softwareupdates Over-The-Air (OTA) möglich sind.

Die UDE 2022 von PLS Programmierbare Logik & Systeme ermöglicht den Anwendern von Stellar E-MCUs echtes Multicore-Debugging sowohl für die beiden Cortex-M7-Applikationskerne als auch wahlweise für den HSM in einer einzigen Debug-Sitzung und innerhalb einer einzigen gemeinsamen Debugger-Instanz. Das UDE-Multi-Core Run Control stellt dabei die volle Synchronität aller Cores beim Debugging zu jedem Zeitpunkt sicher. Wahlweise lassen sich die Kerne aber auch einzeln Starten und Stoppen. Multi-Core-Breakpoints, die in gemeinsam verwendetem Code benutzt werden können, vereinfachen das Debugging komplexer Anwendungen. Ein solcher Breakpoint wirkt immer und völlig unabhängig davon, welcher Kern gerade den jeweiligen Code ausführt. Zur Realisierung dieser Funktionen greift die UDE 2022 auf das in den Stellar E-MCUs implementierte Arm CoreSight-600 Debug- und Trace System zurück. Das erlaubt es dem Anwender, zusätzlich sehr flexibel einsetzbare Trigger und Hardware-Breakpoints zu verwenden.

Als Debug-Interfaces stehen mit Arm CoreSight-600 wahlweise JTAG oder Serial Wire Debug (SWD) zur Verfügung, wobei die Geräte »UAD2pro«, »UAD2next« und »UAD3+« der Universal-Access-Device-Familie und der entsprechende Target-Adapter von PLS eine schnelle und besonders zuverlässige Kommunikation mit den Stellar E-MCUs gewährleisten. Für elektrisch anspruchsvolle Entwicklungsumgebungen stehen optional wahlweise auch galvanisch isolierte Adapter zur Verfügung, die eine Potenzialtrennung bis 1000 V ermöglichen.

Für nicht-invasives Debugging und umfangreichere Laufzeitanalysen greift die UDE auf aufgezeichnete Trace-Daten der Stellar E-MCUs zurück. Mit ihnen lassen sich unter anderem der zeitliche Verlauf von Funktions- oder Task-Ausführungen visualisieren oder Profilings zum Aufdecken von Optimierungspotenzialen durchführen. Die Aufzeichnung großer Mengen an Trace-Daten erfolgt entweder im UAD2next oder im UAD3+. Hierfür stehen 512 MB Trace-Speicher im UAD2next und bis zu 4 GB im UAD3+ zur Verfügung. Das schnelle Übertragen der Trace-Daten vom Chip erfolgt jeweils über das parallele Trace-Interface der Stellar E-Bausteine.

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