Schwerpunkte

Forschungsprojekt Second Life ESS

Verbrauchte Busbatterien für stationäre Anwendungen nutzen

12. Januar 2021, 11:00 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Verbrauchte Busbatterien für stationäre Anwendungen nutzen
© Solaris

Solaris arbeitet in dem Forschungsprojekt Second Life ESS Zweitnutzung von Lithium-Ionen-Zellen, die zuvor in seinen Elektrobussen zum Einsatz kamen.

2011 brachte Solaris den ersten Elektrobus auf die Straße. Im Laufe der Nutzung nimmt die Kapazität der Batterien ab bis sie unter 80 Prozent fällt und damit als verschlissen gilt. Wie diese in stationären Anwendungen wiederverwendet werden, zeigt das Projekt Second Life ESS.

Second Life ESS ist ein Projekt, in dessen Rahmen ein prototypisches System zur Speicherung elektrischer Energie auf Basis verbrauchter Busbatterien entwickelt werden soll. Es wird von Solaris Bus & Coach , Impact Clean Power Technology und Tauron Polska Energia als Konsortium umgesetzt.

Das Ziel des Projektes ist die Zweitnutzung von Lithium-Ionen-Zellen, die sich für den Einsatz in Fahrzeugen nicht mehr eignen. Durch ihre Verwendung in Energiespeichersystemen können sie ein zweites Leben bekommen. So verlängert sich der Lebenszyklus von Batterien, die wiederverwendet und nicht verwertet werden. Als zusammengeschlossenes Energiespeichersystem bilden die Batterien einen wichtigen Bestandteil der modernen Energieinfrastruktur, die die Erzeugung von Energie aus konventionellen und erneuerbaren Energiequellen mit ihrer Speicherung und Lieferung an den Endabnehmer verbindet. Moderne Energiespeichersysteme stabilisieren auch die Netze, mit einem stetig wachsenden Anteil von erneuerbaren Energiequellen. Sie tragen auch zur Qualität der gelieferten Energie bei und unterstützen die Entwicklung von E-Mobilität und Mikronetzen.

Für den Bau des Systems wird Solaris Batterien mit einer Nennkapazität von 160 kWh übergeben, die früher im Elektrobus des Betreibers PKM Jaworzno eingesetzt waren.

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